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Nach Lauterbach-Ankündigung: Kommt jetzt die Cannabis-Rallye?

Inhaltsverzeichnis

Wird Kiffen in Deutschland legal? Es sieht ganz danach aus.

Kürzlich verkündete Gesundheitsminister Karl Lauterbach einige Eckpunkte, welche die Cannabis-Legalisierung in Deutschland deutlich voranbringen.

Demnach soll zukünftig der Besitz von bis zu 20 Gramm Cannabis erlaubt sein. Begrenzt wird dabei der Anteil des berauschenden THCs. Dieser soll für Konsumenten ab 21 Jahren bei maximal 15 % liegen. Für junge Erwachsene zwischen 18 und 21 Jahren liegt die Grenze bei 10 %. Darüber hinaus soll der Eigenanbau erlaubt werden.

Solche Nachrichten sind Musik in den Ohren von Anlegerinnen und Anleger, die auf Cannabis setzen und auf den großen Durchbruch warten.

Pro-Cannabis-Nachrichten in Deutschland und in den USA

Besonders erfreulich für die Anleger war, dass es auch in den USA positive Meldungen rund um die Cannabis-Legalisierung gab. Dort ist der Verkauf von Marihuana ohnehin schon in zahlreichen Bundestaaten erlaubt. Jetzt hatte US-Präsident Joe Biden verkündet, dass Marihuana bundesweit nicht mehr als harte Droge gelten solle.

Investoren, die bereits in Cannabis investiert sind und solche, die es gerne werden wollen, schöpfen da natürlich Hoffnung. Kommt nun endlich die immer wieder angepriesene Cannabis-Rallye?

In den letzten Jahren gab es des Öfteren Spekulationen über Unternehmen, die von einer Legalisierung profitieren könnten. Niemand wollte den Boom verpassen. Von Zeit zu Zeit sprangen Investoren auf den fahrenden Zug auf und pushten die Kurse ordentlich nach oben. Sie wurden bisher aber meist enttäuscht, da die Aufwärtsbewegungen nicht nachhaltig waren.

Welche Firmen Ihre Aufmerksamkeit verdienen

Investitionen in Cannabis werden auch nach den jüngsten Nachrichten risikoreich bleiben. Zocker, die bereit sind, ein Risiko einzugehen, sollten sich auf Firmen konzentrieren, die hierzulande eine Verkauf-Lizenz für Produkte haben. Dazu gehören die kanadischen Firmen Tilray (WKN: A2JQSC) und Aurora (WKN: A2P4EC). Allerdings arbeiten beide Firmen noch nicht profitabel. Auf Jahressicht liegen die Aktien 60 beziehungsweise 80 % im Minus.

Nachdem das Bundesgesundheitsministerium die neuen Eckpunkte zur Legalisierung von Cannabis bekannt gegeben hatte, profitierte vor allem Symbiotic (WKN: A3E5A5) aus München.

Quelle: Aktien Screener Investor Verlag

Für Symbiotic werden positive Effekte erwartet, weil das deutsche Cannabis-Unternehmen die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt. Die Aktie reagierte umgehend, lag nach der Ankündigung von Karl Lauterbach mehr als 20 % im Plus. Auf Jahressicht müssen Anleger jedoch noch ein Minus von 30 % hinnehmen.

Welche ETFs interessant sein könnten

Bestenfalls in den Startlöchern liegen auch Cannabis-ETFs von HANetf (WKN: A2PPE8) oder Rize (WKN: A2PX6U). Der Erfolg lässt noch auf sich warten, auf Jahressicht haben sich beide ETFs halbiert. Mit einem Fonds-Volumen von 20 Millionen Euro sind beide ETFs relativ klein. Investoren müssen also ein hohes Liquidationsrisiko einkalkulieren. Wer bereit ist, das Risiko einzugehen, profitiert dann jedoch von einer Streuung, weil über den ETF automatisch in mehrere Unternehmen investiert wird.

Obwohl die Legalisierung voranschreitet, birgt Cannabis für Anleger noch immer die Gefahr des Katers danach. Auf risikofreudige Zocker könnten jedoch lukrative Gewinnchancen warten. Sie haben die Wahl.