+++ Trading-Rekord 2024 +++ 42 Gewinn-Trades für bis zu 1,2 Mio. Euro Gewinn +++ ONLINE Live-Konferenz: 01.06.24, 11 Uhr +++

Medtronic – Puls ein wenig zu niedrig

Inhaltsverzeichnis

Das Medtech-Unternehmen Medtronic gilt als grundsolide Firma. Doch seit einiger Zeit ist die Aktie ein wenig aus dem Tritt gekommen. Lohnt jetzt der Einstieg?

Was macht Medtronic?

Die Medizintechnikfirma Medtronic wurde im Jahr 1949 in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota) gegründet. Heute hat das Unternehmen – möglicherweise, besser: vermutlich, aus steuerlichen Gründen – seinen Hauptsitz in Dublin, der Hauptstadt der Republik Irland. Die Firma gibt die Zahl der Beschäftigten mit nahezu 100.000 an.

Medtronic ist Marktführer in der Herstellung von Herzschrittmachern. Nach Unternehmensangaben wird mehr als die Hälfte aller weltweit implantierten Herzschrittmacher von der Firma hergestellt. Überdies umfasst die Produktpalette implantierbare Kardioverter-Defibrillator, Herzklappen, Insulinpumpen sowie Stents aller Art und Neurostimulatoren.

Angesichts der demographischen Entwicklung insbesondere in den westlichen Industrieländern – Stichwort: Überalterung der Bevölkerung – schlägt das Herz des Unternehmens, zumindest grundsätzlich, in einem durchaus zukunftsträchtigen und wohl auch profitablen Bereich. Doch in jüngster Zeit leidet die Aktie, wenn man so sagen darf, unter Herz-Rhythmus-Störungen. Denn vom historischen Hoch bei nahezu 140 US-Dollar sind die Anteilsscheine – leider dramatisch – weit entfernt. Auch die Zahlen für das abgelaufene Quartal wecken momentan nicht allzu viel Hoffnung auf den Rebound.

Quartalszahlen im Vergleich rückläufig

Die Zahlen für das jüngst abgelaufene Quartal (zum 31.01.2023) machen nicht besonders viel her. So schwächte sich der Gewinn je Aktie auf 1,30 US-Dollar ab – nach 1,37 Dollar im Vergleichszeitraum. Die Umsatzerlöse gingen geringfügig, konkret: um 0,46 Prozent, zurück auf 7,73 Milliarden US Dollar.

Relativ gesehen, also gemessen an den vorherigen Analystenschätzungen, waren die Zahlen für das jüngste Vierteljahr dennoch durchaus passabel. Denn die Vereinigung der Glaskugel-Schauer hatte beim Gewinn je Aktie 1,27 US‑Dollar und beim Umsatz 7,54 Milliarden Dollar erwartet.

Somit stellt sich die Frage, ob für Investoren das Glas halb voll ist (= Zahlen besser als Schätzungen) oder aber halb leer (= Zahlen schlechter als im Vergleichszeitraum). Offenbar wohl eher halb leer. Denn auch wenn der Aktienkurs nach Bekanntgabe der Zahlen einen kleinen Hüpfer nach oben machte, so kommt er unter dem Strich nicht so recht vom Fleck.

Medtronic Aktie jetzt auf Kaufniveau?

Zunächst ein Blick zurück. In den vergangenen zehn Jahren summierten sich die Gewinne auf nahezu 70 Prozent. Nicht üppig, aber immerhin. Deutlich schlechter sehen die Bilanzen für kürzere Zeiträume aus. Denn in den vergangenen fünf Jahren kam die Medtronic Aktie (WKN: A14M2J) mit einem geringfügigen Plus von knapp 1 Prozent praktisch nicht vom Fleck. In den vergangenen zwölf Monaten beklagten Investoren sogar einen Verlust von nahezu 30 Prozent, in den letzten drei Jahren von knapp 8 Prozent. Heißt also: Gut sähe besser aus. Und von wirklich gut wollen wir an dieser Stelle nicht reden.

Immerhin ist die Bewertung momentan fair bis attraktiv. Denn das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für das laufende Geschäftsjahr sieht der Analystenkonsens bei gut 20 und für das kommende Geschäftsjahr bei rund 17. Nicht zu verachten ist überdies auch die Dividendenrendite von gut 3,7 Prozent auf Basis des aktuellen Aktienkurses von rund 80 US-Dollar.

Stellt sich tatsächlich die Frage, ob die Medtronic Aktie momentan zum Kauf einlädt? Nach meiner Meinung durchaus. Denn Medizintechnik ist aus den bekannten Gründen tatsächlich ein Geschäftsfeld, das langfristiges Wachstum verspricht. Es müssen ja nicht jährliche Plusraten von 20 oder noch mehr Prozent sein. Deshalb und auch aus anderen Gründen halte ich die Aktie momentan für kaufenswert. Einmal mehr gilt, dass Anleger nicht gleich ihr ganzes Pulver verschießen sollten. Dies bedeutet: auf dem derzeitigen Kursniveau einige Stücke einsammeln und bei einer – was man nie ausschließen kann – erneuten Schwäche die Position behutsam aufstocken.