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Leonardo: Luftfahrt- und Rüstungskonzern profitiert von Aufrüstung

Inhaltsverzeichnis

Der italienische Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern Leonardo – bis 2017 unter dem Namen Finmeccanica firmierend – konnte im Geschäftsjahr 2021 die wichtigsten Kennzahlen verbessern, zum Teil deutlich. Die Aktie (ISIN: IT0003856405) sprang im Vormittagshandel um mehr als 11 Prozent nach oben.

Angesichts der von vielen europäischen Staaten angekündigten Aufrüstung als Reaktion auf den Ukraine-Krieg sieht auch der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022 bei allen geopolitischen Unsicherheiten verheißungsvoll aus.

Verteidigungsaufträge als Wachstumstreiber, Wiedereinführung der Dividende

Vor allem dank staatlicher Verteidigungsaufträge, die 88 Prozent der Umsätze von Leonardo ausmachten, konnte der Konzern seinen operativen Gewinn (EBITA) 2021 um 19,7 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro steigern. Die Umsätze erhöhten sich um 5,4 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Der Auftragseingang stieg noch ohne die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs um 4,0 Prozent, während der Auftragsbestand stabil bei gut 35,5 Milliarden Euro blieb und die Unternehmensverschuldung um 6 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro verringert werden konnte.

Noch nicht in den Zahlen enthalten ist übrigens die Minderheitsbeteiligung von 25,1 Prozent am deutschen Rüstungselektronik-Hersteller Hensoldt, die erst Anfang Januar 2022 vollzogen wurde. Leonardo besitzt damit einen gleich großen Anteil am Kapital wie die Bundesrepublik Deutschland – und profitiert damit von dem geplanten 100 Milliarden Euro-Sondervermögen für die Bundeswehr.

Positiver Ausblick sorgt für einen Kurssprung

Nachdem sie für das stark von der Corona-Pandemie beeinträchtigte Geschäftsjahr 2020 gestrichen worden war, kehrt die Dividende für 2021 zurück. Der Hauptversammlung wird eine Ausschüttung von 14 Cent je Aktie vorgeschlagen, was exakt der jährlich ausgezahlten Dividende seit der Umbenennung im Jahr 2017 entspräche.

Für das laufende Jahr erwartet Leonardo unter Berücksichtigung sowohl der unsicheren geopolitischen Situation wie auch der weiterhin nicht komplett überwundenen Corona-Pandemie eine weitere Steigerung des Auftragseingangs auf rund 15 Milliarden Euro bei einer Umsatzsteigerung auf 14,5 bis 15 Milliarden Euro. Auch der operative Gewinn soll auf 1,18 bis 1,22 Milliarden Euro anziehen. Der Free Cash Flow soll sich im Zuge der europäischen Aufrüstungsbemühungen gegenüber 2021 sogar mehr als verdoppeln. Die Geschäfte mit Russland – die für Leonardo nur eine geringe Bedeutung haben und sich auf zivile Hubschrauber konzentrieren – werden derweil vorerst gestoppt.

Anleger honorieren die Zahlen im Vormittagshandel mit starken Kursaufschlag, nachdem die Aktie bereits seit Dezember 2021 deutlich von unter 6 Euro auf etwa 8 Euro angestiegen war. Nach dem Kurssprung notiert Leonardo ziemlich genau am durchschnittlichen Kursziel der Analysten von 9,02 Euro vor Bekanntgabe der guten Zahlen und Aussichten.