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Klares Signal: EU senkt Mehrwertsteuer auf Solarmodule

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Zwar beziehen sich die neuen Beschlüsse des Europäischen Rates nur auf eine begrenzte Liste von umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen, jedoch zählen Solarmodule eindeutig dazu. Im günstigsten Fall könnte die Mehrwertsteuer hier sogar komplett wegfallen, maximal kann sie 5% betragen.

Ein Boost für einen gemeinsamen Ausstieg der Union aus Kohle und Gas

Das ist nicht nur für Erzeuger interessant. Vor allem den Mitgliedsstaaten eröffnet die Absenkung der Steuersätze flexible Möglichkeiten für Ihre künftige Energie- und Klimapolitik. Daraus folgen: Attraktive Angebote für Verbraucher, eine starke Unterstützung für die europäische Photovoltaik-Branche und ein beschleunigter Umbau hin zur Dekarbonisierung.

So wird der Green Deal schrittweise umgesetzt

Hier spielt auch das Bekenntnis zum EU-Green-Deal sowie das Streben nach Selbstversorgung der Union mit Energie eine wichtige Rolle. Die möglichen Steuerermäßigungen beziehen sich hier nicht nur auf den Betrieb, sondern auch auf die Lieferung und die Installation von Solarmodulen. Zudem stehen auch Elektrofahrräder und Abfallrecycling-Dienste auf der besagten Liste, und im Gegenzug werden bis zum 1. Januar 2030 Steuersubventionen für anerkannt klimaschädliche Güter, wie beispielsweise fossile Brennstoffe, auslaufen.

Für Düngemittel und Pestizide gibt es in Zukunft keine ermäßigten Steuersätze mehr

Für chemische Düngemittel und Pestizide wurde der 1. Januar 2032 als Ende von ermäßigten Mehrwertsteuersätzen festgelegt. Der Europäische Rat will vor allem auch für die längst überfällige Gleichbehandlung aller Mitglieder sorgen. Einige Mitgliedsstaaten hatten bereits vorher die Möglichkeit, bestimmte Güter mit reduzierten Steuersätzen zu belegen. Dies soll nun allen Mitgliedstaaten möglich sein. „Die Aktualisierungen stellen sicher, dass die Mitgliedstaaten gleichbehandelt werden und geben ihnen mehr Flexibilität bei der Anwendung von ermäßigten Sätzen und der Null-Mehrwertsteuer.“, so die Ratserklärung.

Fazit: Auch mit Steuerpolitik kann man gestalten, und die Richtung auf EU-Ebene ist eindeutig: raus aus Kohle,Gas Düngemitteln und Pestiziden. Stattdessen gibt es einen klaren Gewinner: die europäische Solarbranche. Das Signal der EU dürfte auch an der Börse gehört werden.