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Kingfisher – Schwaches Polen-Geschäft drückt den Gewinn deutlich

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Die britische Baumarktkette Kingfisher hat in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2023/2024 erheblich weniger verdient als im Jahr zuvor und die Prognose für das Gesamtjahr nach unten revidiert. Die Aktie verliert deutlich.

Der Umsatz veränderte sich kaum …

Beim Umsatz konnte der international tätige Konzern in den sechs Monaten bis zum 31. Juli 2023  die eigenen Erwartungen mit einem Plus bei den Verkaufserlösen von 1,1% auf 6,88 Milliarden Pfund (rund 8 Milliarden Euro) immerhin leicht übertreffen. Währungsbereinigt bedeutet das jedoch ein Minus von einem Prozent. Relativ gut verlief das Geschäft im Heimatmarkt Großbritannien und Irland mit einem Zuwachs von 1,7%. In Frankreich ging es dagegen um 3,8% und in Polen sogar um 10,9% bergab.

Vor allem die so genannten Saisonverkäufe nahmen deutlich ab, nämlich um 5,9%. Allerdings stellte Kingfisher hier im zweiten Quartal aufgrund des etwas besseren Wetters eine leichte Geschäftsaufhellung im Vergleich zu den ersten drei Monaten fest. Besser als der stationäre Handel entwickelten sich – wie schon seit längerem – die Online-Verkäufe, die im Halbjahr um 7,1% zulegen konnten.

… aber beim Ertrag ging es steil bergab

Wesentlich schlimmer als beim per Saldo recht stabilen Umsatz sieht es bei den Gewinnen aus. Der operative Ertrag vor Steuern brach um 33,1% auf 317 Millionen Pfund ein, nach Steuern rutschte das Konzernergebnis sogar um 36,5% auf 237 Millionen Pfund (275 Millionen Euro) ab. Das Ergebnis je Aktie verringerte sich entsprechend von 18,6 Pence auf nur noch 12,4 Pence. Vor allem höhere Löhne und Energiekosten waren für die Gewinnerosion verantwortlich.

Während der Ertragsrückgang in Großbritannien und Irland mit -9,8% und in Frankreich mit -19,3% noch einigermaßen erträglich ausfiel, sackte der Gewinn in Polen um 62,5% ab. Währungsbereinigt waren es dort sogar 64,4%. Trotz des Ertragsrückgangs will Kingfisher den Aktionären eine unveränderte Zwischendividende von 3,80 Pence auszahlen und zudem für bis zu 300 Millionen Pfund weitere Aktienrückkäufe tätigen.

Ausblick für das Gesamtjahr moderat gesenkt

Für das gesamte am 31. Januar 2024 endende Geschäftsjahr ist das Management der Baumarktkette zuversichtlich, mit Kostensenkungen, Neueröffnungen und Zuwächsen im E-Commerce das Ertragsminus in Grenzen zu halten. Der operative Gewinn vor Steuern soll nun 590 Millionen Pfund (684 Millionen Euro) erreichen. Vor der jetzigen Prognosesenkung waren 634 Millionen Pfund veranschlagt gewesen. Der im Londoner Leitindex FTSE 100 enthaltenen Aktie von Kingfisher bekamen der Ertragseinbruch und die niedrigere Gewinnprognose nicht gut. Im Vormittagshandel büßte der Anteilschein rund 5% auf Kurse knapp unter 2,60 Euro ein. Die Aktie setzte damit ihre im März dieses Jahres begonnene Abwärtsbewegung fort. Sie hat seither rund 20% an Wert verloren.