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Jefferies – Investmentbank mit Gewinneinbruch

Inhaltsverzeichnis

Für die New Yorker Investmentbank Jefferies Financial Group lief es im Geschäftsjahr 2022 deutlich schlechter als ein Jahr zuvor – dennoch wurde beim Umsatz das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erreicht.

Ende des Börsenbooms reißt Konzernumsatz nach unten

Im am 30. November 2022 abgeschlossenen Geschäftsjahr 2022 sank der Umsatz von Jefferies gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent auf 5,98 Milliarden US-Dollar (umgerechnet knapp 5,59 Milliarden Euro). Dennoch verbleibt er damit über dem Vor-Corona-Niveau und markiert den zweitbesten Wert seit der Unternehmensgründung im Jahr 1962. Im vierten Quartal lag der Umsatz mit 1,44 Milliarden Dollar um 18 Prozent unter dem Vorjahreswert. Sowohl im Schlussquartal als auch im gesamten Geschäftsjahr wurden damit aber die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten übertroffen.

Haupttreiber für den deutlichen Rückgang im Gesamtjahr war der Geschäftsbereich Investment Banking, in dem nach dem Boom des Rekordjahres 2021 angesichts eines viel schwächeren Marktumfeldes ein Umsatzminus von fast 38 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar verkraftet werden musste. Jefferies ist auch in Deutschland aktiv und den Anlegern vor allem durch seine Unternehmensanalysen bekannt.  Im Bereich Capital Markets fiel der Rückgang mit gut 19 Prozent auf 1,83 Milliarden Dollar niedriger aus, das Segment Asset Management konnte sogar ein Plus von 15 Prozent auf 1,26 Milliarden Dollar verbuchen.

Gewinneinbruch, aber stabile Dividende

Das Nettoeinkommen von Jefferies erreichte nicht einmal mehr die Hälfte des außergewöhnlich starken Vorjahres. Im gesamten Geschäftsjahr 2022 betrug der Rückgang 53 Prozent auf 782 Millionen Dollar, im vierten Quartal lag der Gewinn mit 141 Millionen Dollar sogar um 58 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie halbierte sich somit im Gesamtjahr von 6,13 auf 3,06 Dollar, im Abschlussquartal wurden 0,57 Dollar erreicht. Damit wurden die Erwartungen der Branchenexperten ziemlich genau getroffen.

Dividende mit 30 Cents je Aktie stabil

Trotzdem bleibt die zuletzt im Januar 2022 erhöhte Dividende stabil, und am 24. Februar 2023 sollen den Aktionären erneut 0,30 Dollar je Anteilsschein ausgezahlt werden. Die Jefferies Financial Group-Aktie fällt als Reaktion auf die Quartal- und Jahreszahlen im deutschen Mittagshandel um bis zu 3 Prozent auf etwas unter 34 Euro. Jedoch bleibt der Kurs somit in der Nähe des Rekordhochs von gut 37 Euro im November 2021, nachdem die Aktie zuletzt deutlich besser als der Gesamtmarkt lief und das gesamte Jahr 2022 mit einem Minus von weniger als 10 Prozent abschloss.