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Investmenttipps: Wem können Sie vertrauen?

Inhaltsverzeichnis

Die hohe Inflation macht das Leben teurer. Eine Umfrage des „Spiegels“ ergab, dass die Teuerung schon im April dieses Jahres rund 61 Prozent der Deutschen zu Einschränkungen zwang. Seitdem ist die Inflation weiter gestiegen. Wahrscheinlich drehen inzwischen noch mehr Bürgerinnen und Bürger wortwörtlich jeden Cent um und überlegen sich ganz genau, was zu den unverschämt hohen Preisen gekauft wird und was nicht. Immer mehr Menschen fragen sich inzwischen, wohin das alles führen soll. Das Thema Sparen liegt im Trend, es wird vor allem nach Spar-Möglichkeiten mit Inflationsausgleich gesucht. Denn obwohl die Europäische Zentralbank die Zinsen angehoben hat, liegen diese immer noch deutlich unter der Inflationsrate. Anders ausgedrückt: Man kann sich nicht nur immer weniger leisten, die Ersparnisse sind zudem immer weniger wert. Das Vermögen wird schleichend enteignet.

Das schürt Zukunftsängste, auch und vor allem mit Blick aufs Alter. Junge Menschen beschäftigen sich inzwischen zunehmend mit dem Thema Altersarmut. Leider ist das keine Schwarzmalerei. Im Gegenteil. Viele müssen darum bangen, im Alter den über Jahrzehnte geführten Lebensstandard halten zu können.

Investmentempfehlungen aus den sozialen Medien

Tipps für Investitionen mit Inflationsausgleich oder eine lukrative private Altersvorsorge holen sich junge Menschen oft aus den sozialen Medien. Auf Facebook, Instagram, Snapchat und Co. tummeln sich Influencer in Finanzfragen, sogenannte Finfluencer.

Sie beraten, wie verschiedene Geldanlagen funktionieren. Aufgrund der hohen Inflationsraten werden aktuell häufig Investitionen in Immobilien empfohlen. Eine Mietwohnung oder ein Mehrfamilienhaus als Anlage sieht bei Finfluencern oft nach „schnell zum vielen Geld“ aus. Probleme werden heruntergespielt oder gar nicht erst erwähnt, zum Beispiel aufwändige Sanierungen, Zusatzkosten, wie das Hausgeld oder die aufwändige Suche nach Nachmietern.

Auf tagesschau.de wird der Finfluencer Tommy Primorac vorgestellt, in den sozialen Medien besser bekannt als „Immo-Tommy“. Er hat viele Follower, seine Videos werden oft geklickt. Nach eigenen Angaben möchte er mit seinen Inhalten erreichen, dass mehr junge Menschen sich mit dem Thema Geld auseinandersetzen: „Raus aus der Komfortzone und aktiv an finanzieller Bildung und Einkommen arbeiten“, wird Immo-Thommy auf tagesschau.de zitiert.

Blick hinter die Kulissen lohnt immer

Grundsätzlich ist das der richtige Ansatz. Thomas Beutler von der Verbraucherzentrale Saar erklärt auf tagesschau.de, dass nichts dagegenspräche, sich in den sozialen Medien über Geldanalgen zu informieren. Er rät jedoch dazu „bei zu positiven Darstellungen skeptisch zu werden“. Zudem sollte man sich die Frage stellen, warum jetzt genau derjenige die Expertise hat, die jeweilige Geldanlage zu erklären.

Außerdem sollte man sich immer bewusst machen, dass Finfluencer Anlage- und Investmenttipps nicht aus Wohltätigkeitsgründen oder Nächstenliebe anbieten. Letztendlich wollen auch sie Geld verdienen, was ohne Frage legitim ist, denn die Recherche zu wirklich guten Anlageempfehlungen ist zeitaufwändig.

Sie sollten sich jedoch immer bewusst machen: Finfluencer locken oft mit ersten Informationen in Gratis-Videos, die in der Regel nicht ausreichen, um tatsächlich eine Investmententscheidung zu treffen. Wer mehr erfahren will, muss dann beispielsweise Online-Kurse kaufen oder Geld für eine zusätzliche Beratung ausgeben. Das Geld ist möglicherweise gut angelegt, aber Vorsicht ist geboten. Ihren Anlageberater sollten Sie immer mit größter Sorgfalt auswählen, denn es geht um Ihr hart erarbeitetes Geld. Schauen Sie sich deshalb immer den Background beziehungsweise die Ausbildung des vermeintlichen Beraters an.