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Aktien: Ich weiß, dass ich nichts weiß!

„Ich weiß, dass ich nichts weiß“, ist ein bekannter philosophischer Ausspruch, der gleich mehreren Philosophen zugeschrieben wird, von Aristoteles über Sokrates bis zu Descartes. Und entsprechend unterschiedlich wurde er auch schon interpretiert.

Am geläufigsten ist aber sicherlich der „wissenschaftliche“ Bezug, dass man im Grunde genommen forschen, denken und jegliche Form von Gehirn-Akrobatik betreiben kann, ohne jemals zur letzten, umfassenden Erkenntnis zu gelangen. In der Wissenschaft sorgt die Lösung einer Frage für wenigstens zehn neue Fragen usw. Auch für uns Börsen-Analysten ist dieser Ausspruch ein permanenter Begleiter.

Niemand an der Börse, weder Analysten, noch Fondsmanager und nicht einmal Investmentlegende Warren Buffett haben ein Wissen darüber, was morgen, die kommende Woche oder die kommenden Monate an den Märkten passieren wird. Wir alle haben allenfalls eine Ahnung. Wer etwas anderes behauptet, ist schlicht und ergreifend ein Scharlatan.

Auch ich persönlich schließe mich da vollumfänglich ein. Klar, man hat Erfahrungen und leitet aus diesen Analogien zu heutigen Gegebenheiten ab, um der eigentlichen Unwissenheit mehr Inhalt zu verleihen. Doch am Ende werden wir immer wieder überrascht und nicht selten auf dem falschen Fuß erwischt.

Manchmal hilft schlichte Mathematik

Ich hätte beispielsweise Stein und Bein schwören können, dass die Aktienmärkte nach dem Brexit erst einmal kräftig korrigieren. Pustekuchen. Bei Donald Trump lag ich hingegen mit meiner Vermutung richtig, dass die Märkte keinesfalls in Staub und Asche verfallen werden, wenn der ungehobelte „Haudrauf“ Präsident wird, was wiederum viele andere mit hundertprozentiger Sicherheit vermutet hatten. Doch trotz der vollumfänglichen Ahnungslosigkeit kann man dennoch mit Erfahrung ein paar Pluspunkte mehr sammeln. Und hier hilft schlichte Mathematik.

Die Aktien steigen auch in den kommenden Jahrzehnten im Schnitt um 8% pro Jahr – wie sie es auch in den vergangenen Jahrzehnten getan haben. Das ist keine Vermutung, sondern eine logische Erkenntnis aus der Tatsache heraus, dass Unternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht arbeiten und dies überwiegend auch erfolgreich praktizieren.

Doch die Aktienmärkte entwickeln sich nicht geradlinig um 8% pro Jahr nach oben. Nein, sie steigen auch mal um 10, 15 oder 20% und geben in manchen Jahren auch mal um 5 oder 10% nach. Das hängt einfach damit zusammen, dass die Nachfrage nach Aktien in positiven Zeiten deutlich höher ist als in Zeiten von Angst und Skepsis.

Von daher macht es über die Jahre hinweg einfach Sinn, in vermeintlich tollen, sorglosen Zeiten auch mal Aktien zu verkaufen und Cash anzuhäufen und vor allem dann „all in“ zu gehen, wenn die Kurse deutlich gefallen, die Stimmung im Keller und im Fernsehen wieder Sondersendungen zum „Ende der Welt“ stattfinden.

Ok, ich weiß ja, dass ich nichts weiß und daher auch nicht, wann die Stimmung mal wieder von dem aktuell sorglosen Optimismus zu Angst und Panik kippt. Doch irgendwann wird das passieren und dann gibt es nichts Schlimmeres, als unvorbereitet und mit leerem Portemonnaie mit ansehen zu müssen, wie andere Anleger die Schnäppchenkurse für Aktienkäufe nutzen.

 


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Über den Autor
Jürgen Schmitt

Jürgen Schmitt hat Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Fulda studiert und ist Mitbegründer der Beratungs- und Investmentgesellschaft Meconomics.

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