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Hornbach Holding – Zurückhaltender Ausblick lässt Aktie abstürzen

Inhaltsverzeichnis

Die Hornbach Holding – Dachgesellschaft für Hornbach Baumarkt, Hornbach Immobilien und Hornbach Baustoff Union – hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzrekord erzielt. Die Prognose für das neue Jahr enttäuscht aber, weshalb die Aktie auf Talfahrt geht.

Wachstum in allen Segmenten

Im am 28. Februar 2023 abgeschlossenen Geschäftsjahr 2022/23 hat Hornbach den Konzernumsatz trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Gemengelage gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Prozent auf den Rekordwert von 6,26 Milliarden Euro gesteigert.

Im mit Abstand größten Segment Hornbach Baumarkt ging es um 6,3 Prozent auf 5,84 Milliarden Euro nach oben. Damit zeichnet dieser Bereich für 93 Prozent des Konzernumsatzes verantwortlich. Die Hornbach Baustoff Union wuchs um 11,6 Prozent auf 421 Millionen Euro und beim kleinsten Segment Hornbach Immobilien betrug das Umsatzplus 3,5 Prozent auf 82,5 Millionen Euro.

Steigende Marktanteile, sinkender Online-Anteil im Baumarktbereich

Im Baumarkt-Segment ging der Online-Anteil nach dem Auslaufen der meisten Corona-Maßnahmen von 17,2 auf 14,1 Prozent zurück, lag damit aber weiterhin klar über den 9,6 Prozent aus dem letzten vollen Vor-Corona-Jahr 2019. Gleichzeitig konnte Hornbach Baumarkt die Marktanteile in den wichtigsten Märkten gegenüber 2019 steigern.

So gelang in Deutschland eine Verbesserung von 13,1 auf 14,9 Prozent, in Österreich von 17,0 auf 17,8 Prozent und in der Schweiz von 12,0 auf 13,5 Prozent. Besonders stark vertreten ist Hornbach in Tschechien, wo der Marktanteil seit 2019 von 33,3 auf 34,4 Prozent stieg, sowie in den Niederlanden (von 21,1 auf 26,1 Prozent).

Gewinn fällt um fast ein Drittel, Dividende bleibt stabil

Angesichts der hohen Inflation entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie gestiegener Filial- und Personalkosten fiel der bereinigte operative Gewinn (EBIT) im Geschäftsjahr 2022/23 mit 290,1 Millionen Euro um 20 Prozent niedriger aus als ein Jahr zuvor, als Hornbach wegen des pandemie-bedingten Heimwerker- und Hobby-Booms einen Rekordgewinn erwirtschaftet hatte. Gegenüber 2019 liegt das bereinigte EBIT aber immer noch um 28 Prozent höher.

Den Rückgang zum Vorjahr verantwortet vollständig das Baumarkt-Segment mit einem Minus von 23,4 Prozent auf 241,0 Millionen Euro. Dagegen gelang den beiden übrigen, wesentlich pandemie-unabhängigeren Segmenten eine Gewinnsteigerung von 6,2 (Baustoff Union) respektive 3,9 Prozent (Immobilien) auf 13,8 beziehungsweise 55,8 Millionen Euro.

Der Konzernjahresüberschuss vor Gewinnanteilen anderer Gesellschafter sank um 31,4 Prozent auf 167,8 Millionen Euro, der Gewinn je Aktie ging von 12,48 auf 9,83 Euro zurück. Der Hauptversammlung wird dennoch eine stabile Dividende von 2,40 Euro je Anteilsschein vorgeschlagen. Damit bleibt es dabei, dass Hornbach-Aktionäre seit 1987 keine Dividendensenkung hinnehmen mussten.

Vorsichtiger Ausblick enttäuscht die Anleger

Während die Jahresbilanz von Hornbach insgesamt überzeugt, fällt die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2023/24 niedriger aus als erwartet. Das Management des SDAX-Konzerns gibt sich angesichts des herausfordernden Umfelds bewusst zurückhaltend und geht lediglich voneinem Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau aus. Beim bereinigten EBIT sei sogar ein Rückgang in Höhe von 5 bis 15 Prozent zu befürchten. Bei den Anlegern kommt dieser verhaltene Ausblick nicht gut an, die Hornbach-Aktie verliert im deutschen Vormittagshandel über sieben Prozent und liegt bei etwa 70 Euro.