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Hornbach Holding – starke Umsätze, schwache Gewinne

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Der milde Herbst hat die Nachfrage nach Bau, Garten- und Heimwerkerbedarf beflügelt – die Hornbach Holding konnte deshalb im dritten Geschäftsquartal 2022/2023  ihre Umsätze deutlich steigern. Aber am Gewinn hapert es weiter. Der Aktienkurs stagniert.

Keine Erholung seit dem Kurseinbruch vom Juni

Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse des zweiten Quartals 2022/2023 war die Aktie des SDAX-Wert im Juni dieses Jahres noch gewaltig eingebrochen, denn die Gewinne konnten mit den höheren Umsätzen bei weitem nicht Schritt halten. Der Kurs sackte binnen kurzem von rund 120 Euro auf unter  80 Euro ab.

Die  Zahlen für das am 30. November zu Ende gegangene dritte Quartal nahmen die Anleger schon weitaus gelassener auf, obwohl der Gewinn erneut zurückgegangen ist. Aber der Reihe nach.

Der Hornbach-Konzern, dessen Bau- und Gartenmarktmarktkette Hornbach Baumarkt AG den Löwenanteil zum Geschäft beiträgt, realisierte im den drei Monaten von Anfang September bis Ende November einen Umsatzzuwachs um 10,4 % auf 1,54 Milliarden Euro. Das ist erneut ein Rekordniveau.

Dabei kletterten die Verkäufe im Internethandel stärker als in den Baumärkten. Das Wachstum hat sich insgesamt im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahrs 2022/2023, das bis zum 28. Februar geht, wieder leicht erhöht. Im Neunmonatszeitraum haben die Umsätze nur um 6,7 % auf 5,0 Milliarden Euro zugelegt.

Operativer Gewinn fällt weiterhin zweistellig

Der Gewinn der Hornbach Holding war im dritten Quartal von geringeren  Ertragsrückgängen gekennzeichnet als in der Neunmonatsperiode. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) rutsche im dritten Quartal um 12,6 % auf 48,9 Millionen Euro ab. Im Neunmonatszeitraum war das Minus mit 17,4 % auf 324,8 Millionen Euro noch deutlich höher ausgefallen.

Das Ergebnis je Aktie dagegen sackte im dritten Quartal um 13,8 % auf 1,71 Euro ab und damit stärker als in ersten neun Monaten, als es um 4,2 % auf 13,08 Euro fiel. Die Gründe für das kleinere Minus im Neunmonatszeitraum  liegen aber weniger im operativen Bereich sondern daran, dass die Holding den Anteil an ihrer bis vor kurzem noch börsennotierten Tochter Hornbach Baumarkt aufgestockt hat.

Vorstand bestätigt die Jahresprognose

Der Ertragsrückgang im dritten Quartal resultiert aus einer  niedrigeren Handelsspanne von 32,4 % gegenüber noch 34,2 % ein Jahr zuvor. Steigende Kosten machen dem Unternehmen weiterhin zu schaffen. Neben höheren  Energiepreisen trugen dazu auch steigende Filial- und Personalkosten bei.

Die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2022/2023 behielt das Management nach den Zahlen bei. Es geht weiterhin von einem leichten Umsatzanstieg aus, sowie von einem  Rückgang des operativen Gewinns (EBIT) im niedrigen zweistelligen Prozentbereich Die Aktie  der Hornbach Holding zeigte sich nach den Zahlen im frühen Börsenhandel mit Kursen zwischen 74,50 und 75 Euro gut gehalten.  Seit dem Absturz im Juni hat sie sich nie wieder richtig erholen können.