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H&M oder Inditex-Aktie: Wer steht besser dar?

Inhaltsverzeichnis

Zwei Modeketten haben jüngst Zahlen präsentiert. H&M (Hennes & Mauritz) sagt Ihnen sicher etwas. Und was Inditex betrifft, kennen Sie bestimmt vor allem eine der Tochter-Modefirmen, wozu Zara, Massimo Dutti, Pull&Bear oder auch Bershka gehören.

Nun sollte man eigentlich meinen, dass die Ergebnisse der beiden Modehändler sich etwa im gleichen Rahmen bewegen. Nicht unbedingt hinsichtlich der genauen Zahlen. Aber in Bezug auf die Richtung. Bei H&M und Inditex war dem zuletzt nicht so.

H&M-Geschäfte im Sommer schwach

Bei der schwedischen Bekleidungskette H&M sind die Verkäufe im zurückliegenden dritten Geschäftsquartal überraschend schwach ausgefallen. Die Einnahmen von 57,45 Mrd. schwedischen Kronen, was rund 5,4 Mrd. Euro entspricht, lagen im Zeitraum von Juni bis August 2022 in den entsprechenden Landeswährungen 4% unter dem Vorjahreswert.

Analysten schrieben dem Konzern mehr zu und rechneten durchschnittlich nur mit einem Rückgang um 1,4%. In schwedischen Kronen stieg der Umsatz um 3%.

Immer wieder Filialschließungen: Erst Corona und dann der Krieg

H&M gelang es endlich seinen Geschäftseinbruch aus der Corona-Zeit, in der wegen Lockdowns 80% aller Filialen geschlossen werden mussten, wieder wettgemacht, bevor der nächste Einbruch mit dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine folgte.

Nun kommen zu den kriegsbedingten Folgen die üblichen Verdächtigen wie eine hohe Inflation und die sich eintrübenden Wirtschaftsaussichten hinzu. Die H&M-Aktie hat 2022 bereits über ein Drittel ihres Wertes einbüßen müssen. Der Kurs bewegt sich bereits nahe der Tiefstände aus der Zeit des Corona-Crashs.

Doch sei der Verkaufsstart der diesjährigen Herbstkollektionen besser angelaufen als noch ein Jahr zuvor.

Insgesamt steht die Entwicklung bei H&M deutlich im Kontrast zu den Geschäften der Zara-Mutter Inditex.

Inditex konnte die Erwartungen übertreffen

Für Inditex lief es zuletzt hingegen weiter rund. So konnte die Zara-Mutter von einer stabilen Nachfrage nach der Frühjahrs- und Sommerkollektion, von besserer Kostenkontrolle und noch dazu von einem höheren Online-Umsatz innerhalb des zweiten Geschäftsquartals profitieren. Zu Beginn des dritten Jahresviertel setzte sich die Umsatzsteigerung weiter fort.

Im ersten Geschäftshalbjahr – bis Ende Juli – steigerte Inditex ihren Nettogewinn um 41% auf 1,79 Mrd. Euro nach im Vorjahr 1,27 Mrd. Der Gewinn (EBIT) konnte im gleichen Zeitraum um 44% auf 2,43 Mrd. Euro (zuvor 1,69 Mrd.) hochgeschraubt werden und das EBITDA von 3,1 auf 4,03 Mrd. Der Unternehmensumsatz stieg auf 14,85 Mrd. Euro von 11,94 im Vorjahr (+25%).

Und der Konzern eröffnete in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 24 neue Läden. Die guten Zahlen und erfreulichen Geschäfte beflügelten auch den Aktienkurs zuletzt.

Strategischer Unterschied

Branchenexperten zufolge halte Inditex seine Kunden bei der Stange und begegnet gleichzeitig mit höheren Kosten im Rahmen von Preiserhöhungen, womit sich der weltgrößte Bekleidungshändler nach wie vor von seinen Konkurrenten abhebt.

Die Schweizer Großbank UBS veröffentlichte Daten, wonach allein die Inditex-Tochter Zara die Preise im Juli durchschnittlich um 12,2% im Vergleich zum Vorjahr erhöht hat.

Zum Vergleich: Bei der Konkurrenz, Hennes & Mauritz, lag der Preisanstieg bei 5,6%. Das könnte sich in Form eines geringeren Gewinns im nächsten Geschäftsjahr bemerkbar machen. Aufgrund steigender Energiekosten, was Verbraucher unter Druck setzt.

Welche Aktie kaufen?

Für welchen Modekonzern Sie sich in Ihrem Depot letztlich entscheiden, bleibt selbstverständlich ganz Ihnen überlassen.

Bezieht man die Konsensempfehlungen im September mit ein, ergibt sich für beide Aktien ein eher uneinheitliches Bild mit Blick auf die Ratings der Banken und Analystenhäuser (Quelle: finanznachrichten.de, 15.09., 13:10 Uhr):

Fakt ist, dass das Risiko auf dem aktuellen Niveau natürlich begrenzt ist. Beide Aktien sind derzeit preiswert zu haben und besitzen jede Menge Nachholpotenzial mit Blick auf ihre alten Höchststände.