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H&M – Kursfeuerwerk nach überraschend geringem Gewinnrückgang

Inhaltsverzeichnis

Das schwedische Textilhandelsunternehmen H&M Group hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres zwar weniger verdient als im Vorjahr, aber mehr als von Analysten erwartet. Die Aktie springt daraufhin um über 10 Prozent nach oben.

Währungsbereinigtes Wachstum stagniert

Im am 31. Mai 2023 beendeten zweiten Quartal (Q2) des Geschäftsjahres 2023 hat H&M – wie bereits vor zwei Wochen berichtet – seinen Umsatz zum Vorjahr um 6 Prozent auf 57,62 Milliarden Schwedische Kronen (SEK) oder 4,9 Milliarden Euro gesteigert. Währungsbereinigt befand sich der Umsatz auf Vorjahresniveau. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres ging es um 9 Prozent (währungsbereinigt: 1 Prozent) nach oben auf 112,49 Milliarden SEK.

Ukraine-Krieg sorgt für starken Umsatzrückgang in Osteuropa

Regional betrachtet liefen die Geschäfte für H&M im ersten Halbjahr auf dem nordischen Heimatmarkt und in Südeuropa am besten. Sowohl in den nord-europäischen Staaten als auch in Südeuropa betrug das währungsbereinigte Wachstum 5 Prozent auf 10,15 respektive 14,52 Milliarden SEK. Etwas niedriger fiel der Zuwachs in den beiden wichtigsten H&M-Märkten aus: In Westeuropa erhöhte sich der Umsatz währungsbereinigt um 3 Prozent auf 37,14 Milliarden SEK, in Nord- und Südamerika um 2 Prozent auf 26,37 Milliarden SEK.

Einen minimalen währungsbereinigten Umsatzrückgang von 1 Prozent auf 15,52 Milliarden SEK musste die Region Asien, Ozeanien und Afrika verkraften. Um deutliche 16 Prozent nach unten auf 8,79 Milliarden SEK ging es in Osteuropa, wo der Konzern die Tätigkeiten in der Ukraine wegen des dortigen Krieges pausiert sowie in Russland und Belarus zum 30. November 2022 komplett eingestellt hat.

Gewinnzahlen erheblich besser als befürchtet

Angesichts hoher Rohmaterial- und Frachtkosten, des starken US-Dollars, gestiegener Energiepreise und des Rückzugs aus Russland und Belarus waren die Gewinnzahlen des Vorjahres für H&M diesmal außer Reichweite. Allerdings fiel der Rückgang viel niedriger aus als von den meisten Experten vermutet, was auch damit zusammenhängt, dass ein Effizienzprogramm, das jährliche Einsparungen in Höhe von 2 Milliarden SEK bringen soll, gegen Ende des zweiten Quartals erste Auswirkungen zeitigte.

So sank der operative Gewinn in Q2 um 5,0 Prozent auf 4,71 Milliarden SEK, die entsprechende Marge von 9,2 auf 8,2 Prozent. Im ersten Halbjahr lag der operative Gewinn nahezu unverändert bei 5,47 Milliarden SEK, die Marge sank von 5,3 auf 4,9 Prozent. Der Nachsteuergewinn verringerte sich in Q2 um 10,7 Prozent auf 3,29 Milliarden SEK, entsprechend sank der Gewinn je Aktie gegenüber dem Vorjahresquartal von 2,22 auf 2,02 SEK.

#In den ersten beiden Quartalen ging der Nachsteuergewinn lediglich um 1,8 Prozent auf 3,83 Milliarden SEK zurück bei einem fast unveränderten Ergebnis je Aktie von 2,35 SEK. Analysten hatten für Q2 im Schnitt mit einem klar niedrigeren Wert von etwa 2,9 Milliarden SEK gerechnet.

Vielversprechender Start ins dritte Quartal

Einen konkreten Ausblick bietet das Management von H&M nicht, aber laut Unternehmenschefin Helena Helmersson bleiben die langfristigen Ziele unverändert, und die operative Marge soll bereits nächstes Jahr 10 Prozent erreichen. Dafür spricht auch, dass die Sommerkollektion von den Kunden bislang gut angenommen wird, wie ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 10 Prozent im Zeitraum vom 1. bis zum 27. Juni 2023 belegt. Die Anleger belohnen die gerade im Gewinnbereich überraschend gute Quartalsbilanz mit einem regelrechten Kursfeuerwerk. Im deutschen Mittagshandel liegt die H&M-Aktie um über 12 Prozent im Plus bei etwas über 15 Euro.