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Hermle – Rekordwerte am laufenden Band

Inhaltsverzeichnis

Ein Jahr der Rekorde ist das Geschäftsjahr 2022 für die Maschinenfabrik Berthold Hermle geworden. Umsatz und Gewinn haben um hohe zweistellige Prozentsätze zugenommen Die Aktie verliert dennoch.

Weniger Lieferkettenprobleme im Jahresverlauf

Der im schwäbischen Gosheim beheimatete Hersteller von Werkzeugmaschinen und Automationslösungen zählt bei Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren zu den führenden Unternehmen. Und diese Produkte haben sich im Lauf des Jahres 2022 zunehmend besser verkauft. Mit einem starken Endspurt hat Hermle seine eigenen Prognosen vom November 2022 noch deutlich übertroffen.

Insbesondere im Bereich der Automationstechnik konnte Hermle Marktanteile hinzugewinnen. Ausschlaggebend für die wachsende Dynamik war, dass die Lieferkettenprobleme deutlich nachließen und dass der zeitweise hohe Corona- und Grippe-bedingte  Krankenstand wieder zurückging. Dadurch konnte das Unternehmen seine Produktionskapazitäten zunehmend besser auslasten.

Der Konzernumsatz schnellte um 26,1% auf 474,1 Millionen Euro nach oben – ein neuer Höchstwert. Hermle bestätigte damit weitgehend die vorläufigen bereits im März veröffentlichen Zahlen. Dabei war der Maschinenbauer im Ausland noch etwas erfolgreicher als im Inland: Die Verkäufe außerhalb Deutschlands zogen um 27,8% auf 302,6 Millionen Euro an, die im Inland um 23,2% auf 171,5 Millionen Euro. Dabei hätte Hermle durchaus noch mehr liefern können, wenn alle Probleme mit den Lieferketten beseitigt gewesen wären.

Denn der Bestelleingang erreichte mit 534,1 Millionen Euro ein deutlich höheres Niveau als die Umsätze und ein neues Rekordniveau. Dadurch staut sich der Auftragsbestand so hoch auf wie noch nie – um 55% auf 168 Millionen Euro.

Über 30 Prozent mehr Gewinn und deutlich höhere Dividende

Noch etwas besser als beim Umsatz sah es 2022 beim Gewinn aus. Das Ergebnis vor Steuern kletterte um 34% auf 99,7 Millionen Euro. Die Bruttoumsatzmarge erhöhte sich von 19,5% auf 21,0%. Unter dem Strich errechnete sich ein Konzern-Jahresüberschuss von 71,8 Millionen Euro – ein Plus von 30,8%.

Die Aktionäre sollen von den hervorragenden Geschäften mit einer kräftigen Dividendenerhöhung profitieren. Der Vorstand schlägt zwar eine unveränderte Basisdividende von 0,85 Euro je Vorzugsaktie vor. Allerdings soll der Bonus von 8,20 Euro auf  10,20 Euro zulegen. Insgesamt steigt damit die Gesamtdividende je Vorzugsaktie von 9,05 Euro auf 11,05 Euro – also um 22%. 

Vorsichtig-optimistischer Ausblick auf 2023

Für das laufende Geschäftsjahr 2023 zeigt sich Hermle aufgrund des hohen Auftragsbestands und die guten Nachfrage in den ersten Monaten „vorsichtig optimistisch“.  Das Unternehmen verweist auf die geopolitischen Risiken und die instabilen Finanzmärkte, die eine Dämpfung der Investitionsbereitschaft der Industrie zur Folge haben könne. Ohne externe Störungen kann sich das Management einen Anstieg des Konzernumsatzes um 10% vorstellen, rechnet aber mindestens mit  einem Geschäft auf Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis soll entsprechend stabil bis leicht steigend ausfallen. Die Vorzugsaktie von Hermle gibt in einem schwächeren Marktumfeld im Vormittagshandel um rund 1,5% auf Kurse um 227 Euro nach. Das liegt deutlich über dem Zwölfmonatstief von 187 Euro, ist aber auch noch ein Stück vom Jahreshoch von 255 Euro entfernt.