Hensoldt-Aktie: Auftragseingang und Prognose überzeugen

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Der Kurs der Hensoldt-Aktie hat sich nach der Präsentation der Quartalszahlen nur wenig bewegt. Das Papier notiert mit gut 38 Euro weiterhin unter dem Allzeithoch von Ende März (Stand: 07. Mai 2024, ca. 10 Uhr).

Im Vergleich zu Anfang Januar steht jedoch weiterhin ein sattes Plus von mehr als 50 Prozent auf der Kurstafel. Seit Beginn des Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine konnte die Aktie des Rüstungs-Konzerns sogar mehr als 200 Prozent zulegen.

Im Rahmen der aktuellen Q1-Zahlen hat bei Hensoldt vor allem der Auftragseingang überzeugt – auch der Auftragsbestand liegt auf Rekordniveau. Beim Umsatz hat der Radar- und Sensor-Spezialist die starken Zahlen des Vorjahres und auch die Erwartungen leicht verfehlt. Langfristig sieht es gut aus: Das Unternehmen dürfte auch in den kommenden Jahren von dem Rüstungs-Boom profitieren.

Hensoldt mit starkem Auftragseingang im 1. Quartal

Mit 329 Millionen Euro hat der Rüstungs-Konzern im Auftaktquartal weniger Umsatz erzielt als im Vorjahreszeitraum (338 Millionen Euro). Damit hat Hensoldt auch die Erwartungen der Analysten verfehlt, die im Schnitt einen Umsatz leicht über Vorjahr prognostiziert hatten. Dagegen kletterte das EBITDA von 30 auf 33 Millionen Euro und die Marge entsprechend von 9 auf 10,2 Prozent.

Noch besser lief es hinsichtlich neuer Aufträge: Der Auftragseingang stieg vor allem dank Großaufträgen im Sensor-Segment auf 665 Millionen Euro (plus 92 Prozent im Vergleich zu Q1 von 2023). Der Auftragsbestand liegt nun mit knapp 5,9 Milliarden Euro auf einem Rekordhoch. Nach den Quartalszahlen hat Hensoldt die Ziele für das Gesamtjahr bestätigt. Das Unternehmen plant mit einem Umsatz von 2,3 Milliarden Euro sowie mit einer EBITDA-Marge zwischen 18 und 19 Prozent.

Hensoldt-Aktie: gute Aussichten

Die Hensoldt-Aktie profitiert seit gut 2 Jahren vom Boom in der Rüstungs-Industrie und konnte bereits sehr stark klettern. Die Rally seit 2022 sollten Anleger im Blick behalten, Rücksetzer sind hier jederzeit denkbar. Dennoch sind die mittel- und langfristigen Aussichten für das bayerische Unternehmen weiterhin gut bis sehr gut.

Zum einen ist der Auftragsbestand bereits enorm und in den kommenden Jahren dürfte die starke Nachfrage kaum nachlassen. Zum anderen hat Hensoldt erst kürzlich den Militär-Dienstleister ESG übernommen und sich damit strategisch noch besser positioniert. Für die Hensoldt-Aktie kann es trotz des starken Jahresauftaktes in 2024 durchaus noch weiter nach oben gehen.

Quelle: https://aktienscreener.com