Halma – 44 Dividendenerhöhungen in Folge

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Das gibt es nicht allzu häufig: Der britische Hersteller von Sicherheitsausrüstungen Halma hat zum zwanzigsten Mal in Folge seinen Jahresgewinn gesteigert. Die Dividende wird sogar zum vierundvierzigsten Mal angehoben.

Gute Geschäfte in den USA und Kontinentaleuropa

In dem am 31. März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2022/2023 kletterte der Umsatz des Spezialisten für Sicherheits- und Überwachungssensoren sowie für Analyse- und Messgeräte um 21% auf gut 1,85 Milliarden Pfund, umgerechnet rund 2,2 Milliarden Euro. Das organische Wachstum, also nach der Ausschaltung von überwiegend positiven Wechselkurseffekten, betrug 10%.

Alle Bereiche,  Regionen und Tochtergesellschaften des weltweit tätigen Konzerns trugen zur Expansion bei. Vor allem in den USA und in Kontinentaleuropa brummte das Geschäft mit Zuwachsraten von 30,7% bzw. 22,2%. Dagegen verzeichnete der Heimatmarkt Großbritannien lediglich ein Plus von 4,4%, und auch China schwächelte mit einem Anstieg um 6%.

Bei den Segmenten stachen Geräte für das Gesundheitswesen und für die Umwelttechnologie mit Wachstumsraten von jeweils rund 25% hervor, während der größte Bereich Sicherheitstechnik „nur“ um gut 16% zulegen konnte.

Ergebnis je Aktie legt um 17 Prozent zu

Das spiegelt sich auch in der  Gewinnentwicklung: Die Sicherheitstechnik verbesserte den operativen Ertrag vor Steuern um 4,3%, während die Ergebnisse im Gesundheitswesen um 30,8% und im Umweltsektor um 22,2% nach oben schossen.

Insgesamt nahm der bereinigte operative Gewinn des gesamten Konzerns vor Steuern um 14% auf 361,3 Millionen Pfund (422 Millionen Euro) zu. Das Ergebnis je Aktie kletterte sogar um 17% auf 76,34 Pence (89 Euro-Cents). Das Management hebt hervor, dass Halma damit in den letzten 20 Jahren den Gewinn mehr als versechsfacht hat.

Nicht ganz mithalten kann der Dividendenzuwachs für das abgelaufene Jahr. Halma verteilt mit 20,2 Pence (23,6 Cents) lediglich 7% mehr als im Jahr zuvor. Das  mag damit zusammenhängen, dass der Konzern 2022/2023  insgesamt sieben Unternehmen für 397 Millionen Pfund (464 Millionen Euro) übernommen hat. Dadurch hat sich die Nettoverschuldung mehr als verdoppelt – auf 597 Millionen Pfund (698 Millionen Euro). Außerdem steckte Halma viel Geld in Forschung und Entwicklung.

Optimistischer Ausblick nach gutem Jahresstart

Für das laufende Geschäftsjahr 2023/2024 ist Halma optimistisch. Der Start verlief  vielversprechend, die Auftragseingänge nehmen zu und liegen über dem Niveau des Vorjahres. Das Management rechnet deshalb damit, dass das organische Wachstum erneut hoch ausfallen wird und dass die operative Gewinnmarge von 19,5% auf rund 20% nach oben geschraubt werden kann. Die Aktie verliert trotz der guten Zahlen und zuversichtlichen Prognosen im deutschen Mittagshandel um rund 4% auf Kurse um 27,50 Euro. In den letzten 12 Monaten summieren sich die Kursgewinne jedoch auf rund 23%.  Allerdings ist Halma noch weit vom Rekordhoch von Ende 2021 entfernt, als Anleger über 38 Euro für eine Aktie bezahlt haben. Vor 10 Jahren hatte ein Anteilschein allerdings erst 7 Euro gekostet.