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GEO Group: Warum Starinvestor Burry auf diese Aktie setzt!

Inhaltsverzeichnis

Michael Burry ist für viele Aktionäre eine Ikone. Schließlich machte der Hedgefondsmanager  2007 eine dreistellige Millionensumme, nachdem er gegen den US-Immobilienmarkt gewettet hatte. Burry scheint also den richtigen Riecher für Krisen zu haben.

Burry wettet auf weiteren Crash und stößt Aktien ab

Entsprechend werden die Aktionen des Investors gerade in diesen unruhigen Zeiten mit Argusaugen beobachtet. Und da gibt es derzeit einiges zu sehen: Wie aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, hat sich Burry im zweiten Quartal von fast allen seinen Aktienpositionen getrennt. Im Folgenden sehen Sie eine Auswahl dieser großangelegten Verkäufe:

  • Stellantis (600.000 verkaufte Aktien)
  • Nexstar (76.200)
  • Meta (80.000)
  • Alphabet (130.000)
  • Warner Bros. (750.000)
  • Booking (8.000)

Dass Burry Anteilsscheine im großen Stil verkauft, kommt jedenfalls nicht von ungefähr. So warnt der Investor schon seit Wochen vor einem weiteren großen Crash am Kapitalmarkt. Auf Twitter schrieb er, dass der bereits erfolgte Kursrutsch erst etwa zur Hälfte vorbei sei.

Ob der Börsenguru damit Recht behalten wird, wird sich freilich zeigen. Bemerkenswert ist, dass Burry im zweiten Quartal nicht nur Aktien abgestoßen hat. Bei einem einzigen Unternehmen hat es sich der Investor nicht nehmen lassen, einen Zukauf zu tätigen.

GEO Group: Burry setzt auf Gefängnisbetreiber

Im Mittelpunkt: die GEO Group. Ende Juni waren die rund 500.000 Anteilsscheine des Konzerns im Wert von 3,3 Milliarden Dollar die einzige Long-Position im Portfolio des Hedgefondsmanagers. Schaut man sich an, was die GEO Group so macht, wird es richtig interessant. Der Konzern ist nämlich spezialisiert auf Gefängnisse und psychiatrische Einrichtungen.

Hier bietet die GEO Group für staatliche Kunden ein Komplettpaket. Das heißt: Der Konzern hilft den Behörden beim Planen sowie Finanzieren von geschützten Einrichtungen und betreibt diese auch. Hierfür stellt das Unternehmen Security-Dienste, Transportservice und Rehabilitationsmaßnahmen für Gefangene zur Verfügung. Zu Letzteren zählen unter anderem Bildungsprogramme wie Sprachkurse und Berufsausbildung, aber auch Drogentherapien und elektronische Überwachung (Fußfesseln).

GEO Group als Krisenschutz

Aber warum setzt Michael Burry jetzt ausgerechnet auf den Gefängnisspezialisten GEO? Nun, der Konzern ist schlicht krisenfest. Die GEO Group betreibt insgesamt mehr als 100 Gefängnisse – vor allem in den USA, aber auch in Australien, Südafrika und Großbritannien. Und diese Einrichtungen werden im Prinzip immer nachgefragt. Das Verbrechen stirbt eben nie aus.

Michael Burry dürfte sein GEO-Investment also als Krisenschutz sehen. Tatsächlich legte der Konzern zuletzt durchaus solide Zahlen vor. So konnte man im zweiten Quartal den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf 565 Millionen Dollar steigern. Der Nettogewinn verbesserte sich indes um knapp 28 Prozent auf 53 Millionen Dollar.

Und auch für das Restjahr sieht sich GEO auf Kurs. So schraubte man kürzlich die Prognose nach oben. Demnach will der Konzern seinen Umsatz in 2022 nun um 4,4 Prozent auf 2,35 Milliarden Dollar steigern. Der Nettogewinn soll gar um bis zu 115 Prozent auf 166 Millionen Dollar zulegen – und das trotz steigender Zinsen.

Den Überschuss will der Gefängnisbetreiber übrigens vor allem zur Reduzierung seiner Schulden einsetzen. In den letzten Jahren hatte der Konzern erhebliche Verbindlichkeiten angehäuft. Dass man diesen nun beikommen will, unterstreicht die konservative Geschäftsstrategie des Konzerns. Auch das ist ein deutliches Signal in Sachen Krisenschutz.

GEO Group-Aktie: Analysten erwarten sattes Kursplus

Nun zur Aktie: Das Papier der GEO Group war in den letzten Jahren schwer unter Druck geraten, auch weil der Konzern vor allem in 2020 und 2021 große Probleme mit der Profitabilität hatte. Zum Vergleich: Ende 2019 war die GEO-Aktie noch 16,4 Dollar wert gewesen. Am 29. August 2022 waren es nur noch 8,8 Dollar (Börsenschlusskurs am 29. August, NYSE).

Dabei sorgte der Einstieg von Michael Burry  Mitte August bereits für einen Kursaufschwung im 20-Prozent-Bereich. Die Aktie hat also in den letzten Tagen Belebungsimpulse erfahren, da viele Aktionäre dem Börsenguru offenbar gefolgt sind.

Tatsächlich sehen viele Analysten nach wie vor hohes Potenzial für das Papier. Laut Marketscreener liegt das durchschnittliche Kursziel der Experten bei rund 13 Dollar. Das wäre ein Plus von etwa 48 Prozent gegenüber dem 29. August.

Mein Fazit für Sie

Den Analysten dürfte es dabei nicht so sehr um die ohnehin solide finanzielle Lage des Konzerns gehen. Vielmehr hoffen die Experten augenscheinlich darauf, dass die Aktie nach dem Burry-Investment bei risikoscheuen Aktionären noch beliebter wird, was den Kurs ordentlich antreiben könnte. Gut möglich also, dass der Titel zusätzlichen Auftrieb bekommt, sobald weitere negative makroökonomische Nachrichten den Kapitalmarkt erreichen.

Es bleibt festzuhalten: Mit der Aktie von GEO Group können Sie nicht wirklich viel falsch machen. Das Geschäftsmodell ist solide, die Nachfrage ebenso, die Profitabilität stimmt wieder und die Verschuldung wird angegangen. Es ist daher eher unwahrscheinlich, dass die Aktie in den nächsten Wochen und Monaten deutlich fallen wird.