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Gemeinsam billig: China-Aktie erfindet Online-Handel neu!

Inhaltsverzeichnis

Mit chinesischen Aktien können Sie durchaus saftige Renditen erzielen. Zumindest sind davon inzwischen einige renommierte Analyseinstitute überzeugt.

Noch vor wenigen Monaten hatten  viele große Investmenthäuser vor Aktien aus der Volksrepublik gewarnt. Der Grund: Die Kommunistische Partei war hart gegen die dortige Tech-Branche sowie deren Einfluss auf die Gesellschaft vorgegangen und hatte damit die Wachstumsperspektiven der Unternehmen beschädigt.

Mittlerweile aber scheint Peking die Daumenschrauben wieder etwas zu lockern. Kein Wunder, will man doch die eigene Wirtschaft eigentlich gar nicht abwürgen, sondern zukunftsfähig machen.

Pinduoduo: Chinas neuer Tech-Star

Und so rücken Chinas Tech-Papiere allmählich wieder in den Fokus. Mit von der Partie: Pinduoduo. Die Investmentbank Bernstein jedenfalls sieht in der Aktie großes Potenzial, auch weil die Firma zuletzt ihren Marktanteil ausbauen konnte.

Grund genug, dass wir uns Pinduoduo heute einmal etwas näher anschauen. Denn tatsächlich ist das erst 2015 gegründete Unternehmen durchaus interessant und vielversprechend. Es ist nämlich dabei, das Einkaufen im Internet zu revolutionieren, was Platzhirsche wie Alibaba und JD.com zusehend in Bedrängnis bringt.

Im Westen dürfte Pinduoduo kaum ein Begriff sein. Denn die E-Commerce-Firma ist praktisch nur in China aktiv. Aber warum ist das Unternehmen so besonders? Nun, Pinduoduo ist nicht bloß ein weiterer Klon der großen E-Commerce-Player. Die Firma geht nämlich einen gänzlich anderen Weg.

Symbiose aus sozialem Netzwerk und Online-Handel

Im Prinzip handelt es sich bei Pinduoduo um eine Social-E-Commerce-Plattform. Eine Mischung also aus sozialem Netzwerk und Online-Handel. Hierfür arbeitet die Firma mit dem chinesischen Internetriesen Tencent zusammen.

Tencent wiederum stellt Pinduoduo seine äußerst populäre App „WeChat“ zur Verfügung. Laut Statista nutzen mehr als 70 Prozent der chinesischen Internetnutzer diesen Kommunikationsdienst. Entsprechend groß ist das Potenzial von Pinduoduo.

Teamkäufe sorgen für Rabatte

Das Ganze funktioniert so: Sieht ein Kunde auf Pinduoduo ein interessantes Produkt, kann er via „WeChat“ andere Nutzer dazu aufrufen, dieses ebenfalls zu kaufen. Schließen sich dadurch ausreichend Nutzer zusammen, erhalten die Kunden teils beachtliche Mengenrabatte.

Die Teamkäufe kommen in China freilich hervorragend an. Während der Corona-Pandemie ist Pinduoduo massiv gewachsen. Mittlerweile greifen pro Monat 751 Millionen Menschen auf die Social-E-Commerce-Plattform zurück. Zum Vergleich: Anfang 2019 waren es gerade einmal 290 Millionen gewesen.

Pinduoduo: starke Wachstumszahlen

Die Wachstumsstory hat dem Unternehmen natürlich auch finanziell ordentlich auf die Sprünge geholfen. Allein zwischen 2019 und 2021 verdreifachte sich der Umsatz auf umgerechnet 13,5 Milliarden Euro. Und auch in Sachen Profit zeigte sich zuletzt eine signifikante Verbesserung. So lag der Nettogewinn im ersten Quartal 2022 bei 373 Millionen Euro – nach einem Verlust von 417 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Pinduoduo jedenfalls rechnet für das Gesamtjahr 2022 mit weiteren Steigerungen bei Umsatz und Gewinn. Hierfür plant man unter anderem Investitionen in den Ausbau der Plattform.

Mein Fazit für Sie

Pinduoduo ist wohl eine der interessantesten Wachstumsstorys der Volksrepublik. Gerade in Zeiten von Wirtschaftkrisen und Geldentwertung dürften die durch die Teamkäufe möglichen Rabatte für viele Kunden äußerst attraktiv sein.

Hinzu kommt, dass Pinduoduo seine Nutzer bei der Stange hält. Soll heißen: Loggen sich die Kunden täglich auf der Pinduoduo-Plattform ein, erhalten Sie Treuepunkte, die wiederum weitere Rabatte ermöglichen. Das schafft eine enorme Kundenbindung und für das Unternehmen Planungssicherheit.

Wichtig für Sie als Anleger: Ganz unproblematisch ist die Pinduoduo-Aktie dennoch nicht. Noch immer ist ein mögliches Delisting des Unternehmens in den USA nicht vollends vom Tisch. Zwar stufen Marktbeobachter eine solche Maßnahme vonseiten der US-Regierung inzwischen als nicht mehr ganz so wahrscheinlich ein.

Das Blatt kann sich mit Blick auf die geopolitischen Konflikte aber jederzeit wieder drehen. Ein Delisting in den USA würde den Zugang westlicher Privatinvestoren empfindlich einschränken und dem Unternehmen wohl großen Schaden zufügen. Behalten Sie diesen Risikofaktor auf jeden Fall im Hinterkopf.