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Geely – Corona macht chinesischem Autobauer zu schaffen

Geely – Corona macht chinesischem Autobauer zu schaffen
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Geely Automobile Holdings, Chinas bedeutendster Autohersteller, hat im ersten Halbjahr 2022 schwer unter den Corona-Restriktionen im Reich der Mitte gelitten. Der Nettogewinn brach um über ein Drittel ein, und die Aktie verlor leicht an Boden.

Umsatz steigt, Absatzzahlen und Gewinne fallen

Dabei lief es mit den Verkäufen und Umsätzen nicht ganz so schlecht: Der Absatz fiel „nur“ um 9 % auf 614 000 Fahrzeuge. Aufgrund der starken Preiserhöhungen kam der Umsatz sogar um 29 % voran und erreichte 58,2 Milliarden Yuan, umgerechnet etwa 4,3 Milliarden Dollar.

Die Geely Automobile Holdings, die auch die Mehrheit an Volvo Cars hält und mit knapp 10 % an der Mercedes Group beteiligt ist, musste in den ersten sechs Monaten zahlreiche Produktionsunterbrechungen verkraften. Dies sowie der Corona-bedingt zeitweise schleppende Absatz im Heimatland drückten auf den Nettogewinn.

Er ging mit einem Minus von 35 % auf 1,55 Milliarden Yuan (rund 230 Millionen Dollar) stärker zurück als es an den Märkten und auch vom Management erwartet worden war. Der Gewinn je Aktie sackte sogar um 37 % auf 14,83 Yuan-Cents ab.

Viermal so viele Elektro- und Hybridfahrzeuge

Gegen den Trend entwickelte sich der Absatz von Elektro- und Hybridfahrzeugen weiterhin sehr gut. Die Verkäufe vervierfachten sich nahezu, so dass in den ersten sechs Monaten rund 20 % aller ausgelieferten Autos mit Elektroantrieb ausgestattet waren.

Trotz der schwachen Zahlen zeigt sich das Management optimistisch für das Gesamtjahr. Aufgrund der kürzlich von der Regierung in Peking beschlossenen Stimulierungsmaßnahmen rechnet Geely Automobile Holdings mit einer kräftigen Erholung der Nachfrage.

Die wichtigste Erleichterung für Autokäufer ist  die Halbierung der Verkaufssteuern auf 5 % für Fahrzeuge mit Preisen unterhalb von 300 000 Yuan und mit weniger als 2 Liter Hubraum.

Seit März 75 % Gewinn mit der Geely-Aktie

Das ermögliche es, den angestrebten Absatz von 1,65 Millionen Fahrzeugen und damit ein Plus von 24 % gegenüber 2021 zu erreichen. Dazu beitragen soll auch der Start neuer Modelle mit Elektro- und Hybridantrieb, die bei den Käufern nach den Aussagen des Vorstands gut ankommen. Geely will zudem den Export ankurbeln. Bis 2025 zielt das Unternehmen einen Anstieg der Verkäufe auf 3,65 Millionen Einheiten an. Rund 30 % davon sollen Elektroautos sein. Die Geely Aktie hat im frühen Handel 2 % auf Kurse um 2,12 Euro verloren. In den letzten drei Monaten hat das Papier allerdings um knapp 30 % zugelegt, seit dem März-Tief von 1,19 Euro sogar rund 75 %.