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Pierer Mobility – stramme Waden

Inhaltsverzeichnis

Fahrrad statt SUV, E-Bike statt rappeligem Velos. Von diesem Trend profitieren auch die Aktien der österreichischen Pierer Mobility

Pierer Mobility! Nie gehört?

Ob da tatsächlich bei Anlegern irgendetwas klingelt beim Firmennamen Pierer Mobility? Wahrscheinlich bei den wenigsten. Beim Firmennamen KTM ist das mit einiger Sicherheit ganz anders. So hieß nämlich Pierer Mobility bis zum Jahr 2019.

KTM war und ist unter Bikern zweifellos ein Begriff. Das Unternehmen war seinerzeit der mutmaßlich weltweit größte Hersteller von Motorbikes. Mit den bekanntesten Brands KTM und Husqvarna. Noch heute produziert das Unternehmen Motorräder und zunehmend auch E-Bikes. Selbstverständlich auch die trendigen E-Bike Fatbikes, die ihre Bezeichnung den übergroßen Reifen zu verdanken haben. Aber auch die handlichen und immer beliebteren Klappräder mit elektrischer Strampelhilfe gehören zum Sortiment.

Deutliches Gewinnwachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr

Der größte Anteil der Produktion entfällt nach wie vor auf Motorräder. Doch die Nachhaltigkeitsabteilung, wenn man Fahrräder und E-Bikes einmal so nennen darf, holt spürbar auf. Im Geschäftsjahr 2021 verkauften die Österreicher nahezu 103.000 Velos – um die 40 Prozent mehr als im vorliegenden Jahr. Mit 77.000 verkauften Stück beanspruchten E-Bikes davon den Löwenanteil.

Der Umsatz von Pierer Mobility schnellte im Geschäftsjahr 2021 um 33 Prozent auf 2,04 Milliarden Euro nach oben. Das Ebit, der Gewinn vor Zinsen und Steuern also, stellte sich auf knapp 194 Millionen Euro und übertraf den Vorjahreswert um üppige 80 Prozent.

Weiter im Aufwärtstrend und günstige Bewertung

Verkehrschaos in den Innenstädten, explodierende Spritpreise und die Zweifel an einer sicheren Energieversorgung sowie ein steigendes Umweltbewusstsein der Menschen – das Wachstum von Fahrrad und E-Bike-Herstellern dürfte sich fortsetzen. Zumal es keine gesetzliche Regelung gibt, wonach Mutti und Papi ihre zu allen Hoffnungen berechtigenden und zugleich oft ziemlich verwöhnten Kids – zumal im Sommer – mit dem SUV in die Grundschule fahren müssen.

Die Analysten von Deutsche Research schätzen die jährlichen Wachstumsraten des weltweiten Fahrradmarktes bis zum Jahr 2030 auf durchschnittlich 6 bis 8 Prozent. Noch deutlicher das prognostizierte Plus bei Elektrorädern mit 10 Prozent und Lastenfahrrädern mit 20 Prozent.

Im Aktienkurs von Pierer Mobility (WKN: A2JKHY)  ist schon einiges dieser Wachstumsfantasie enthalten. Seit Anfang des Jahres 2020 hat sich der Kurs der Aktie auf aktuell rund 82 Euro mehr als verdreifacht. Dennoch scheinen die Papiere moderat bewertet. Für das laufende Geschäftsjahr schätzt der Analysten-Konsens das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf knapp 18, für das Geschäftsjahr 2023 auf gut 16. Angesichts der Wachstumsaussichten dürfte die Aktie auch für konservative Investoren ein langfristiger Kauf sein.