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Novo Nordisk – ran an den Speck

Novo Nordisk – ran an den Speck
Rafael Henrique / stock.adobe.com
Inhaltsverzeichnis

Novo Nordisk ist ein feines Unternehmen, das seinen Aktionären seit langem viel Freude bereitet. Weil die Dänen gerade eine neue Nische im Gesundheitssektor erschließen, könnte der Aktienkurs vor einem weiteren Schub nach oben stehen.

Führend in der Diabetes-Therapie

Novo Nordisk A/S, so der offizielle Firmenname, wurde wenige Tage vor Heiligabend des Jahres 1923 gegründet. Das dänische Unternehmen zählt zu den führenden Anbietern pharmazeutischer Produkte und Dienstleistungen im Sektor Diabetes, so die offizielle Darstellung des Unternehmens. Knapp 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind weltweit im Einsatz.

Die Aktie gehört zum Feinsten und Solidesten, was die Märkte zu bieten haben. Anleger konnten in den vergangenen Jahren mit den Anteilsscheinen von Novo Nordisk kumuliert gut 360 Prozent Wertzuwachs einstreichen. Selbst die Turbulenzen, die die weltweiten Börsen seit Jahresbeginn heimsuchen, konnten der Novo Nordisk Aktien praktisch nichts anhaben. Im Gegenteil, der Aktienkurs legte um rund 10 Prozent im ersten Halbjahr 2022 zu. Dies lag nicht zuletzt an den sehr guten Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres.

Spürbares Wachstum in Q1

An den Zahlen für die ersten drei Monate des laufenden Geschäfts Jahres gibt es wahrlich nichts zu deuteln. Der Umsatz legte um rund 24 Prozent zu im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, das operative Ergebnis stieg noch stärker, nämlich um 28 Prozent. Dies entsprach einem 14prozentigen Plus beim Gewinn je Aktie.

Klar, nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern, sodass das erste Quartal bei Novo Nordisk für viele Investoren längst abgehakt scheint. Mit Spannung werden nun die Zahlen für die zweiten drei Monate des Geschäftsjahres erwartet. Analysten halten aber Enttäuschungen für so gut wie ausgeschlossen.

Doch das sind wir von den Dänen seit langem gewohnt. Wenn es also lediglich zu erwartende Neuigkeiten gibt und böse Überraschungen ausbleiben, dürfte dies nicht unbedingt für einen weiteren Kursschub sorgen. Was aber kann die Aktie in naher Zukunft und auf mittlere Sicht beflügeln? Tatsächlich gibt es zwei gute Gründe dafür, dass die Anteilsscheine noch etwas mehr Fahrt aufnehmen in nächster Zeit.

Fantasie für die Novo Nordisk Aktie

Zum einen haben wir da das geplante und für Unternehmensverhältnisse riesige Aktienrückkaufprogramm. Dafür sind 22 Milliarden Kronen vorgesehen. Erfahrungsgemäß treibt die Verknappung des frei verfügbaren Aktienangebots die Kurse – selbstverständlich nicht nur bei Novo Nordisk.

Zum Wachstums- und Gewinnbeschleuniger in den nächsten Jahren könnte aber die Tatsache werden, dass die Dänen derzeit eine weitere lukrative Nische, neben dem angestammten Geschäftsfeld Diabetes, erschließen. Es geht um den Kampf gegen Fettleibigkeit. Die von Novo Nordisk entwickelten Präparate und Medikamente könnten ein vergleichbares Umsatz- und Gewinnpotenzial haben wie die Produkte rund um das Thema Diabetes.

Die Aktie von Novo Nordisk notiert mit umgerechnet gut 107 Euro nahe des historischen Höchstkurses. Nach den Zahlen zum ersten Quartal sowie der Fortsetzung der guten Nachrichten für die zweiten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres haben die Analysten von JP Morgan das Kursziel auf umgerechnet rund 125 Euro hochgesetzt – versehen mit dem Prädikat „Overweight“ nach „Neutral“. Klar ist aber auch, dass wir es in punkto Bewertung, namentlich beim Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), nicht gerade mit einem billigen Jakob zu tun haben. Für das laufende Geschäftsjahr beziffert der Analysten-Konsens ein KGV von gut 33, für das Geschäftsjahr 2023 wird ein KGV von knapp 27 erwartet. Tatsächlich recht  üppig. Auf der anderen Seite gilt auch bei Aktien: Qualität hat ihren Preis. Langstreckenläufer unter den Anlegern legen sich jetzt ein paar Stücke von Novo Nordisk ins Depot.