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Hermès – Oligarchs Liebling

Inhaltsverzeichnis

Diamonds are the girls‘ best friends. Aber auch Schals und anderes Luxusgedöns, das Oligarchen ihren schrillen Gattinnen um den Hals und anderswo legen. Die Aktie des Luxusgüter- Konzerns Hermès hat davon erheblich profitiert und dürfte dies auch künftig tun.

Reine Seide, pures Vergnügen, obszöner Preis

Die Hermès International ISCA, so die offizielle Firmenbezeichnung, wurde im Jahr 1837 gegründet. Namensgeber war und ist bis heute Gründer Thierry Hermès, der – erneut unnützes Wissen – im Jahr 1801 in Krefeld geboren wurde. Heute steht Hermès für alles, was im weitesten Sinne mit Luxus und teuer zu tun hat. Zum Firmenimperium gehören eine Schuh-Manufaktur, eine Glas-Manufaktur, eine Goldschmiede, eine Stoff-Manufaktur und eine Uhrenmanufaktur.

Legendär und ikonisch ist das Unternehmen wegen seiner Ledergürtel, Damenschals und Ledertaschen, die vorzugsweise von den Schönen, Reichen und Prominenten zur Schau gestellt wurden und werden. Grace Kelly, die spätere Fürstin von Monaco, machte die „Kelly-Bag“ weltberühmt. Die Schauspielerin Jane Birkin, unvergessen wegen Stöhn-Chansons zusammen mit Serge Gainsbourg, trug im Jahr 1986 die „Birkin Bag“ von Hermès. Und Eric Clapton ließ sich Mitte der 2000er Jahre einen Gitarrenkoffer von Hermès herstellen. Der kostete dem Vernehmen nach schlappe 100.000 US-Dollar und war aus Krokodilleder. Naja!

Halbjahresbilanz mit Goldrand

Oligarchs Frau, sicher nicht nur die, hat Lust auf lüsternen Luxus. Ja, sie ist geradezu süchtig danach. Anders lassen sich die exquisiten Zahlen der Hermès Gruppe für das erste Halbjahr 2022 nicht erklären. So wuchsen die Umsatzerlöse um knapp 30 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. Im Gleichklang stieg der operative Gewinn ebenfalls um rund 30 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro.

Manch einer zückt seine Kreditkarte – ob Platin, Schwarz oder Standard – wohl aus Frust wegen Corona, Ukraine-Krieg oder sonst was. Wenn schon alles um uns herum in Aufruhr und heller Aufregung ist, dann wollen wir uns zumindest hin und wieder etwas Überflüssiges, aber Teures leisten. Für andere wiederum müssen es Schals, Ledergürtel, Taschen oder sogar Christbaumkugel von Hermès einfach als Statussymbole sein. Wer‘s braucht…

Hermès Aktie jetzt kaufen?

In den vergangenen zehn Jahren haben die Anteilsscheine (WKN: 886670) von Hermès den Investoren alles in allem einen Gewinn von rund 530 Prozent gebracht. Mit dem Profit lässt sich manches Gedöns des Luxusgüterherstellers problemlos bezahlen. Auch ohne unlimitierte Kreditkarte.

Ihr historisches Hoch erreichte die Aktie Ende vergangenen Jahres mit einem Kurs von etwas weniger als 1.700 Euro. Der daraufhin folgende Kursrückgang ist zum den durchaus sinnvollen Gewinnmitnahmen geschuldet, andererseits wohl dem Ukraine-Krieg (Stichwort: Oligarchs Frau).

Vom Konsolidierungstief Mitte Juni bei rund 950 Euro hat sich die Hermès Aktie wieder ordentlich nach oben bewegt. Aktuell liegt der Kurs bei rund 1.360 Euro. Die Bewertung, gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist mit geschätzten 51 für das laufende Geschäftsjahr und rund 46 für das Geschäftsjahr 2023 happig. Investoren sind offenbar der Überzeugung, dass Hermès wegen seiner Wachstumsstärke einen Bewertungsaufschlag verdient.

Bleibt natürlich die Frage, ob Investoren jetzt die Aktie kaufen sollten. Falls ja, dann ganz vorsichtig mit nur wenigen Stücken.

Beim erneuten Erreichen des historischen Hochs (knapp 1.700 Euro) könnte es einen erneuten Pull-Back geben, der den Kurs im Bereich von 1.000 Euro fallen lassen könnte. Dann wäre wohl ein günstiger Einstiegszeitpunkt.