ASML Aktie: Hält der KI-Boom in Q4?

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Die Spannung am Markt steigt spürbar: Am Mittwoch, den 28. Januar 2026, legt der niederländische Chipausrüster seine Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 vor. Für Investoren der ASML Aktie ist dieser Termin richtungsweisend, da der aktuelle Kurs von über 1.180 Euro eine enorme Erwartungshaltung einpreist. Im Fokus stehen dabei nicht nur der Rückblick auf den Umsatz, sondern vor allem der Auftragseingang und der Ausblick auf den anhaltenden KI-Superzyklus.

Umsatz und Ertrag: Was Analysten von ASML erwarten

Nachdem ASML im dritten Quartal 2025 einen Umsatz von 7,52 Milliarden Euro und ein EBIT von 2,48 Milliarden Euro vermeldete, rechnen Marktbeobachter für das Schlussquartal traditionell mit einer saisonal starken Performance.

Die Messlatte liegt hoch: Um die ambitionierten Jahresziele zu erreichen, muss der Technologieführer aus Veldhoven liefern. Besonders die Auslieferung der neuesten EUV-Systeme (Extreme Ultraviolet) steht unter Beobachtung.

Der wichtige Indikator für 2026

Wichtiger als der reine Umsatz ist für Profi-Investoren bei ASML oft der sogenannte „Net Bookings“-Wert (Netto-Auftragseingang). Dieser Frühindikator bestimmt die Kursrichtung der kommenden Monate maßgeblich. Da die Halbleiterindustrie 2025 eine deutliche Erholung gezeigt hat, wird erwartet, dass große Kunden wie TSMC, Samsung und Intel ihre Bestellungen für die nächste Maschinengeneration (High-NA EUV) bestätigt haben. Ein Auftragseingang, der die Erwartungen verfehlt, könnte bei der aktuellen Bewertung zu Gewinnmitnahmen führen, während eine positive Überraschung den Aufwärtstrend bestätigen würde.

Sondereinflüsse auf die ASML Aktie: Geopolitik und KI-Nachfrage

Zwei externe Faktoren beeinflussen die ASML Aktie derzeit massiv:

* Der KI-Boom: Die ungebrochene Nachfrage nach KI-Chips erfordert die fortschrittlichsten Lithografiesysteme, die weltweit nur ASML liefern kann. Dies ist der primäre Treiber für die hohe Bewertung.

* China-Restriktionen: Die geopolitische Lage bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Anleger werden genau hinhören, wie das Management die Auswirkungen der verschärften Exportkontrollen für 2026 einschätzt. Bisher konnte ASML Umsatzrückgänge in China durch Wachstum in anderen Regionen kompensieren.

Was Anleger überraschen könnte

Jenseits der Headline-Zahlen lauert das Überraschungspotenzial in der Bruttomarge. Sollte ASML durch einen vorteilhaften Produktmix (mehr High-End-Systeme) eine Marge am oberen Ende der Prognosespanne präsentieren, wäre dies ein starkes Signal für die Preismacht des Konzerns. Umgekehrt könnten gestiegene Kosten beim Hochlauf der neuen High-NA-Plattform kurzfristig auf die Profitabilität drücken.

Fazit für Anleger der ASML Aktie

Die bevorstehenden Quartalszahlen sind der Lackmustest für die jüngste Rallye der ASML Aktie.

* Chancen: Bestätigt ASML einen starken Auftragseingang und gibt einen optimistischen Ausblick für 2026, dürfte dies die hohe Bewertung rechtfertigen und könnte den Kurs weiter stützen.

* Risiken: Bei einem Kursniveau von knapp 1.200 Euro ist wenig Raum für Enttäuschungen. Jede Schwäche im Ausblick oder bei den Margen könnte abgestraft werden.

* Ausblick: Anleger sollten am 28. Januar besonders auf Kommentare zur Auslieferungsgeschwindigkeit der High-NA-Maschinen achten. Dies ist der technologische Burggraben, der den langfristigen Wert des Unternehmens sichert. Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.

Jahreschart ASML – Quelle: https://aktienscreener.com

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.