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Elektromobilität: Auf diese Marken fahren die Kunden ab!

Inhaltsverzeichnis

Am Ende werden die Verbraucher entscheiden – das gilt auch für die Elektromobilität und die entsprechenden Marken. Umso mehr sollten Sie als Anleger die Stimmung der Endkunden nie aus dem Blick verlieren.

BearingPoint-Umfrage: Immer mehr Verbraucher setzen auf E-Autos

Kürzlich hat nun die Beratungsfirma BearingPoint hierzu eine interessante Umfrage veröffentlicht. Für die Erhebung haben die Analysten Mitte Juli in Deutschland rund 2.000 Personen repräsentativ zum Thema E-Mobilität befragt. Das Ergebnis kurzum: Die Stromer schaffen es immer mehr in den Mainstream.

Schauen Sie: Laut BearingPoint-Umfrage gaben 34 Prozent der deutschen Autokäufer an, dass ihr nächstes Fahrzeug wahrscheinlich ein E-Auto sein wird. Im Sommer 2021 hatten sich nur 30 Prozent der damaligen Umfrageteilnehmer so geäußert.

Elektromobilität: das Für und Wider

Wie im Vorjahr ist der Umwelt- und Klimaschutz nach wie vor der wichtigste Aspekt für die Kaufmotivation. So gaben 42 Prozent aller Umfrageteilnehmer ökologische Gründe für die Wahl eines E-Autos beim nächsten Autokauf an. Die geringeren Unterhaltungs- und Servicekosten sind derweil für 25 Prozent ausschlaggebend – die steuerlichen Vorteile für 10 Prozent.

Trotzdem: Die Gegenargumente bleiben stark vertreten. So monieren 27 Prozent der Befragten, die sich für einen Verbrenner entscheiden wollen, den Kaufpreis der E-Autos – trotz der zum Zeitpunkt der Umfrage hohen Förderungen. 21 Prozent bemängeln die unzureichenden Lademöglichkeiten und 20 Prozent die geringe Reichweite. Es gibt also immer noch signifikante Ressentiments gegen die Elektromobilität.

Welche Marken sind am beliebtesten?

Interessant für Sie als Anleger ist der Blick auf die einzelnen Hersteller bzw. Marken. Denn hier zeigt sich nämlich eine sukzessive Verschiebung. Zwar gaben in der neuen Umfrage 35 Prozent der Elektroauto-Interessierten an, ein Volumenmodell des VW-Konzerns kaufen zu wollen (VW, Seat und Skoda). Im letzten Jahr waren es allerdings noch 39 Prozent gewesen.

Bei allen anderen konkret aufgeführten Marken gab es hingegen Zugewinne in Sachen Verbraucherneigung, wie Sie der folgenden Auflistung entnehmen können:

  • Audi: 25 % (2021: 20 %)
  • Hyundai/Kia: 25 % (18 %)
  • Tesla: 24 % (20 %)
  • BMW/Mini: 21 % (20 %)
  • Mercedes/Smart: 19 % (17 %)
  • Opel: 17 % (16 %)
  • Renault: 19 % (17 %)
  • Volvo/Polestar: 14 % (9 %)
  •  Sonstige: 20 % (23 %)

Sie sehen also: Das größte Plus gab es bei Hyundai und Kia. Die beiden südkoreanischen Marken dürften bei den deutschen Verbrauchern vor allem wegen ihrer relativ günstigen E-Modelle überzeugen. Aber auch bei den höherpreisigen Fahrzeugen etwa von Audi sind die Endkunden offenbar nicht abgeneigt. Und auch Tesla legte in der Gunst der Verbraucher ordentlich zu. Zu weiteren interessanten Playern wie Ford machte BearingPoint indes keine konkreten Angaben. Diese subsummierte die Beratungsfirma in der Kategorie „Sonstiges“.

Mein Fazit für Sie

Die Elektromobilität dringt immer weiter in die Gesellschaft vor. Dabei sind es vor allem Umweltaspekte und Unterhaltungskosten, die die Käufer von E-Autos überzeugen. Gleichzeitig müssen die Branche und die Politik noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten – vor allem wenn es um die Ladeinfrastruktur und die Reichweite geht.

Interessant ist nun, inwieweit sich die neuen Pläne zur E-Auto-Förderung in Deutschland auf die Verbraucherstimmung auswirken werden. So hatte die Bundesregierung unter anderem Subventionskürzungen für teurere Modelle auf den Weg gebracht. Das könnte Premium-Marken wie Audi, BMW oder Mercedes in Mitleidenschaft ziehen.

Ausschlaggebend sind auch das schwierige wirtschaftliche Umfeld und vor allem die hohe Inflation. So gaben 30 Prozent der von BearingPoint befragten Personen an, sich überhaupt kein Auto kaufen zu wollen. 2021 hatten sich nur 28 Prozent entsprechend geäußert. Vielen Bürgern dürfte die Anschaffung eines teuren Fahrzeugs in Zeiten extrem hoher Lebenshaltungskosten schlicht zu viel sein. Hinzu kommen laut BearingPoint Bedenken wegen der hohen Lieferzeiten.

Die Auto-Aktien sind also gerade in diesen Zeiten nicht ohne Risiko. Spannend werden nun die nächsten Quartalszahlen sein. Bis dato haben es vor allem die Premium-Hersteller geschafft, die höheren Produktionskosten mit einem satten Gewinn an die Endkunden weiterzugeben. Ob das auch im dritten Quartal und darüber hinaus gelingen kann, steht jedoch in den Sternen.

Wie Sie sich als Anleger Elektro-Renditechance sichern Langfristig hingegen kann Ihnen die Elektromobilität nach wie vor horrende Renditechancen einbringen. Denn die Verkehrswende ist im Prinzip so sicher wie das Amen in der Kirche. Daran werden auch die Konjunkturdellen und die hohe Inflation auf Dauer nichts ändern.