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Elektro-Boom bei LKWs: Welche Aktien jetzt interessant sind!

Inhaltsverzeichnis

Anfang 2022 gab es laut Statista in Deutschland rund 3,55 Millionen zugelassene Lastkraftwagen. 3,3 Millionen davon waren LKWs mit Dieselmotor.

Sie sehen also: Noch dominieren mit Abstand die fossilen Brennstoffe den Schwerlastverkehr auf der Straße. Entsprechend gering ist der Anteil an Elektro-Trucks. Doch das soll sich in den nächsten Jahren gravierend ändern. Die meisten größeren Flottenbetreiber jedenfalls wollen ihr Fahrzeugportfolio so schnell wie möglich auf Elektro umstellen.

Nun hat die Beratungsfirma PwC eine interessante Studie zum LKW-Markt und dessen Paradigmenwechsel veröffentlicht. Kurzum: Der Durchbruch der Elektromobilität ist demnach nicht mehr aufzuhalten.

Welche konkreten Aktien davon profitieren dürften, lesen Sie indes weiter unten.

PwC-Studie: Elektro-LKWs schon 2030 deutlich günstiger als Diesel-Trucks

Zunächst: Laut der Studie werden Elektro-Lastwagen in einem Jahrzehnt den Markt beherrschen. Vor allem aus einem Grund: PwC zufolge werden die E-LKWs bereits 2030 bei den Gesamtkosten rund 30 Prozent billiger sein als heute gängige Diesel-Trucks.  Jeder dritte neue Lastkraftwagen in Europa, China und Nordamerika werde dann elektrisch fahren, so die Marktforscher. Bis 2035 soll der E-Anteil bei den Neuzulassungen gar auf mehr als 70 Prozent ansteigen.

Interessant: PwC inkludiert hier sowohl batteriegetriebene Trucks als auch solche, die ihren Strom aus einer Brennstoffzelle beziehen. Der Studie nach werden im Jahr 2035 in Europa und China etwa 15 Prozent der neuzugelassenen E-LKWs mit einer Brennstoffzelle angetrieben. Die Experten sehen für den Wasserstoffantrieb also durchaus eine Nische.

LKWs mit Brennstoffzellen verbrauchen zwar mehr Energie, lassen sich jedoch schneller auftanken, sind leichter und verfügen über eine höhere Reichweite als Batterie-Trucks. Sollte die Politik wie geplant eine umfangreiche Wasserstoffwirtschaft aufbauen, habe die Brennstoffzelle die Chance, ein integraler Bestandteil einer ganzheitlichen Wasserstoffwertschöpfung zu werden, so PwC.

Viel mehr Öko-Strom benötigt

Was für beide Antriebsformen ausschlaggebend ist, ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien. Darauf wiesen die Marktforscher noch einmal explizit hin. PwC sprach von 21.000 zusätzlichen Windrädern, die notwendig sind, um nachhaltigen Strom für Batterien und grünen Wasserstoff zu sichern.

Durch diesen Ausbau dürften die Kosten für Öko-Strom laut PwC perspektivisch sinken. Dann würde die Elektromobilität auf der Kostenseite wettbewerbsfähig gegenüber dem Diesel werden. Aber nicht nur deshalb.

Politik drängt den Diesel aus dem Markt

Die Marktforscher betonten, dass E-Lastwagen wohl schon ab Mai 2023 nur noch halb so viel Maut in Europa bezahlen müssten. Logistikfirmen könnten damit pro Truck jährlich bis zu 25.000 Euro einsparen. Gleichzeitig müssten Flottenbetreiber mit einem hohen Diesel-Anteil immer strengere CO2-Grenzwerte und immer höhere Strafen befürchten.

Hinzu kommen PwC zufolge die fallenden Kosten für Batterien im Zuge der Produktionsskalierung sowie höhere Preise für den Diesel-Treibstoff. All das spricht für den Durchbruch der Elektro-LKWs.

Damit das gelingen kann, braucht es laut PwC nicht nur mehr Öko-Strom, sondern vor allem auch einen Ausbau der Ladeinfrastruktur. Das betrifft sowohl Ladesäulen für Batterie-Trucks als auch Wasserstofftankstellen. Die Experten rechnen damit, dass allein in Europa 36 Milliarden Euro in diese Anlagen investiert werden müsse.

Welche Aktien profitieren?

Der Durchbruch der Elektromobilität im Schwerlastverkehr dürfte also nur noch eine Frage der Zeit sein. Als Anleger können Sie mit diversen Aktien auf diesen Wachstumsmarkt setzen.

Eines der sichersten Investments ist Daimler Truck. Der Stuttgarter LKW-Bauer ist sehr robust finanziert und rund um den Globus mit seiner Stern-Marke bekannt und aktiv. Zudem fährt Daimler Truck zweigleisig in die Zukunft. Das heißt: Die Mercedes-Abspaltung forciert sowohl batteriegetriebene LKWs als auch Brennstoffzellen-Trucks. Dadurch sichern sich die Stuttgarter gegen alle Eventualitäten hervorragend ab.

Potenzial gibt es aber nicht nur bei den Fahrzeugbauern. Auch die Infrastruktur ist ein gigantischer Wachstumsmarkt, wie die PwC-Studie zeigt. Hier wollen unter anderem die großen Öl-Konzerne bzw. Tankstellenbetreiber ein Wörtchen mitreden. So forciert zum Beispiel BP Ladestationen speziell für Elektro-LKWs, aber auch Wasserstofftankstellen.

Interessant sind natürlich auch die Hersteller von Brennstoffzellen und Elektrolyseanlagen wie ITM Power oder Nel ASA. Und nicht zuletzt spielen jene Konzerne eine maßgebliche Rolle, die den Öko-Strom überhaupt erst ermöglichen. Darunter: Solarkraft-Spezialisten wie Canadian Solar oder aufstrebende Windkraft-Player wie der deutsche Energiekonzern RWE.

Doch auch damit sind Ihre Investmentchancen im Bereich Elektromobilität noch längst nicht erschöpft. Lesen Sie im PS weitere Details hierzu.