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Ein Verlierer mit Gewinn-Chancen

Inhaltsverzeichnis

Heute möchte ich mir mit Ihnen eine Branche anschauen, die alles andere als gut performed hat, aber genau deshalb lohnt ein Blick, denn schon bald könnten sich Ihnen Chancen eröffnen.

Trotz der Impfstoff-Highflyer schwächelt die Branche

Es geht um den Biotech-Sektor. Manch einer wird jetzt vielleicht verwundert sein, dass ausgerechnet diese Branche zu den Verlierern des Jahres 2021 gehört. Schließlich sind die Kurse von Pfizer, Moderna und Biontech doch durch die Decke gegangen.

Das ist auch richtig, aber der SPDR S&P Biotech ETF, der die Wertentwicklung verschiedener Biotech-Unternehmen darstellt, musste einen Verlust von 22 Prozent hinnehmen. Zum Vergleich: Der S&P 500 legte im gleichen Zeitraum um 27 Prozent zu.

Die Gründe für die Verluste in diesem Bereich sind vielfältig. Zum einen liegt die Inflation in den USA auf einem äußerst hohen Niveau, was auch die Kosten für die Forschung und die Entwicklung von Medikamenten antreibt. Dadurch sinkt die Marge. Erschwerend hinzu kommt für die Branche, dass mit Erträgen meist erst in ferner Zukunft zu rechnen ist. Diese könnten jetzt in Gefahr sein, wenn es wegen der hohen Inflation zu Zinserhöhungen kommt.

Zum anderen hat die US-Arzneimittelbehörde FDA wegen der Pandemie äußerst viel zu tun. Die Zulassung von neuen Corona-Medikamenten hat oberste Priorität, Hersteller anderer Medikamente hängen in einer coronabedingten Warteschleife fest.

Darüber hinaus gibt es Gerüchte, dass der Kongress die Preisgestaltung für Medikamente einschränken könnte. Investorinnen und Investoren wollen deshalb verkaufen, um das Risiko zu reduzieren. Dieser Verkaufsdruck belastet die Kurse.

Geht es schon bald wieder nach oben?

Da in der Vergangenheit Kursstürze innerhalb der Biotech-Branche allerdings meist kurzfristig waren, könnten sich hier für Sie und andere Anlegerinnen und Anleger bald durchaus Chancen auftun.

Aufgrund des Geldregens durch Corona-Medikamente und der vergleichsweise niedrigen Bewertungen in der Industrie könnte im nächsten Jahr eine Übernahme-Welle starten. Die Analysten von SVB Leerink gehen davon aus, dass den amerikanischen und europäischen Biotech-Unternehmen bis Ende nächsten Jahres 500 Milliarden US-Dollar zur Verfügung stehen. Damit könnten mögliche Käufe finanziert werden, was die Kurse antreiben würde.

Problematisch ist, dass die Börse in diesem Jahr mit Debüts von Biotech-Unternehmen regelrecht überflutet worden ist. Es gab 91 IPOs, in den letzten fünf Jahren waren es jährlich nur halb so viele.

Viele der neuen Unternehmen stecken jedoch noch in den Kinderschuhen, haben bisher noch nicht einmal mit der Erprobung ihrer Medikamente am Menschen begonnen.

Deshalb ist für Ihre mögliche Investition eine Analyse wichtig, aber schwierig. Wer jedoch an die Unterbewertung des Sektors und eine zukünftige positive Entwicklung glaubt, sollte einen Blick auf den bereits erwähnten SPDR S&P Biotech ETF werfen.