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Aktien : Droht in den USA bald der Zahlungsausfall?

Gibt es durch die Turbulenzen des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande einen Domino-Effekt auf die Wall Street? Die Korrektur an den amerikanischen Börsen hält sich noch in Grenzen, da kommt schon der nächste Belastungsfaktor – diesmal aus den USA.

Die US-Bundesregierung kann schon bald keine Gehälter mehr zahlen

Denn wieder einmal tickt in den USA die Uhr. Wenn nicht bald die Schuldengrenze angehoben wird, geht der US-Bundesregierung in den nächsten Tagen das Geld aus. Wie schon häufig in der Vergangenheit gibt es einen Nervenkrieg zwischen den Demokraten und Republikanern.

Das merkwürdige Hühnchen-Spiel in den USA

Jede Seite weiß, dass es ohne eine Anhebung der Schuldengrenzen nicht geht. Dennoch warten jeder, bis die Gegenseite zuerst die Nerven verliert. Der Verlierer ist dann das Hühnchen. Für dieses merkwürdige Spiel gibt es in den USA die Bezeichnung „Game of Chicken“.

Müssen bald Regierungsbehörden geschlossen werden?

Die Schuldengrenze bestimmt, wie viele Schulden die US-Regierung maximal aufnehmen darf. Zunächst war diese Reglung per Budgetgesetz im August 2019 außer Kraft gesetzt worden. Seit dem 1. August gilt die gesetzliche Schuldengrenze aber wieder. Konkret: Um die Ausgaben zu stemmen, müsste die Schuldengrenze von 22 auf 28,4 Billionen US-Dollar nach oben gesetzt werden.

Nur 60% der Ausgaben sind durch Steuereinnahmen gedeckt

Das Problem in den USA ist aber, dass die Ausgaben nur zu 60% durch Steuereinnahmen gedeckt sind. Wenn es keine Neuverschuldung gibt, droht der US-Bundesregierung der Zahlungsausfall und damit ein Shutdown  – die Schließung „nicht-essentieller“ Regierungsbehörden. Das hat es in den letzten Jahren immer wieder gegeben.

Regierungs-Shutdown bisher ohne nennenswerte Auswirkungen auf die Börsen

Das hat zwar für die Beschäftigten unangenehme Folgen, denn sie werden ohne Bezahlung in den Zwangsurlaub geschickt. Auf die US-Börsen hat ein Shutdown aber bisher keine nennenswerten Auswirkungen gehabt. Vielleicht ist das der Grund, weshalb das Hühnchen-Spiel in den USA ungeniert weiter geht.

Fazit: Für den in wenigen Wochen drohenden Zahlungsausfall der US-Bundesregierung wird es vermutlich wieder eine Lösung in letzter Minute geben. Dennoch müssen Sie in den nächsten Tagen und Wochen mit hohen Schwankungen rechnen. Denn neben einem möglichen Shutdown gibt es derzeit weitere Belastungsfaktoren, wie ein möglicher Dominoeffekt des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande auf die Wall Street.

Börsen-Bär

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Über den Autor
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Volkmar Michler

Volkmar Michler ist langjähriger Leiter der deutschen Trader-Redaktion. Er studierte Jura, Politik und Geschichte und absolvierte ein betriebs- und volkswirtschaftliche Zusatzausbildung.

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