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Die Zukunft gehört Microsoft – auch beim Gaming!

Inhaltsverzeichnis

Die Zeiten, in denen Microsoft einfach nur „Windows“ und „Office“ war, sind längst Geschichte. Inzwischen spielt der Tech-Gigant auch bei der Cloud und nicht zuletzt im Gaming-Markt eine wegweisende Rolle.

Seit dem Start der ersten Version der Xbox im Jahr 2001 ist Microsoft ein wichtiger Player, wenn es darum geht, Videospielspaß in die heimischen vier Wände zu bringen. Die Zahlen sprechen jedenfalls für sich: Allein die „Xbox 360“ wurde bis April 2022 mehr als 85 Millionen Mal verkauft. Und auch bei den modernen Versionen „Xbox X“ und „Xbox S“ deuten sich neue Rekorde an.

So geht Kundenbindung: Microsofts Spiele-Offensive

Doch Microsoft ist mittlerweile mehr als nur ein Hardware-Hersteller. Der Konzern spielt auch  bei den Spielen selbst eine tragende Rolle.  Über die Sparte „Xbox Game Studios“ ist der Tech-Gigant nämlich als Computerspiel-Publisher tätig. Ähnlich wie Tencent hat sich Microsoft hier in den letzten Jahren durch etliche Zukäufe massiv verstärkt.

Darunter: Bethesda Softworks. Das US-Studio hat Spieleserien wie „Doom“, „Fallout“ oder „The Elder Scrolls“  entwickelt. 2021 wurde das Unternehmen für 7,5 Milliarden Dollar von Microsoft aufgekauft.

Der Clou: Über die Zukäufe sichert sich Microsoft Zugriff auf erfolgreiche Videospiele und kann diese über seine eigenen Vertriebskanäle teils exklusiv vermarkten. So hatte der Tech-Riese den sogenannten „Xbox Game Pass“ etabliert. Dabei handelt es sich um ein Abo-Modell, das Nutzern gegen eine monatliche Gebühr erlaubt, die Spiele der Microsoft-Töchter und auch Titel anderer Unternehmen unbegrenzt zu zocken.

Auch im Gaming-Sektor sind Abo-Modelle inzwischen das Nonplusultra – ähnlich wie zum Beispiel beim Videostreaming (Netflix und Co.). Konzerne wie Microsoft sichern sich dadurch nämlich langfristige und planbare Umsätze, was wiederum der finanziellen Stabilität zugutekommt.

Milliardendeal: Microsoft will Activision Blizzard kaufen

Nun steht Microsoft vor seinem bislang größten Gaming-Coup. Anfang des Jahres wurde bekannt, dass der Konzern den Entwickler und Publisher Activision Blizzard schlucken will. Dieser gilt mit Franchises wie „Diablo“, „Warcraft“, „Candy Crush“ und „Call of Duty“ als einer der einflussreichsten Gaming-Konzerne der Welt.

Microsoft will sich den Deal, der derzeit noch von den zuständigen Kartellbehörden geprüft wird, 68 Milliarden Dollar kosten lassen. Der Konzern dürfte durch den Zukauf sein Angebot beim „Game Pass“ noch einmal deutlich attraktiver machen und weitere Millionen Nutzer an sich binden können.

Erste Gaming-Anlaufstelle im Westen?

Zusammen mit Activision Blizzard dürfte Microsoft zumindest im Westen zur unangefochtenen Nummer 1 im Gaming-Markt werden. Perspektivisch könnte Microsoft seinen „Game Pass“ damit zu einer Art Standard machen – zur ersten Anlaufstelle für Gamer eben. Wegen der dann hohen Reichweite wären auch die verbliebenen unabhängigen Publisher fast schon gezwungen unter Zugeständnissen und Gebühren das Vertriebs-Portal von Microsoft zu nutzen.

Eben wegen dieser Möglichkeit untersuchen die Kartellbehörden in den USA den Deal ganz genau. Bislang gibt es hierzu noch keine offiziellen Angaben. Im schlimmsten Falle könnte der Zukauf abgeblasen werden und Microsofts Großmachtfantasien begraben.

Microsoft-Aktie: starke langfristige Chancen dank Metaverse

Prinzipiell ist der geplante Zukauf aber sowohl für die Microsoft-Aktie als auch für das Papier von Activision Blizzard eine gute Nachricht. Hier geht es übrigens auch um das Metaverse. Dabei handelt es sich um einen bis jetzt noch nicht einwandfrei definierten, digitalen Raum, in dem Millionen Menschen per Virtual und Augmented Reality zusammenkommen. Eine Art zweite Realität also.

Microsoft jedenfalls will bei der Entwicklung des Metaverse eine tragende Rolle spielen. Durch den Deal mit Blizzard würde man Millionen neuer potenzieller Nutzer für dieses ambitionierte Unterfangen gewinnen können.

Eines dürfte freilich klar sein: Das Machtpotenzial von Microsoft ist schier unbegrenzt. Die Aktie ist und bleibt also eine Wette auf die Zukunft.

Weitere Gaming-Aktie am Freitag

Übrigens: Am Freitag gibt es hier noch eine weitere Spiele-Aktie zu lesen. Diese hat auf den ersten Blick zwar kaum etwas mit der Branche zu tun. Auf den zweiten Blick aber offenbart sich ein gigantisches Potenzial.