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Die Zensur in China geht weiter: Yahoo zieht sich endgültig zurück

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Der amerikanische Internetkonzern Yahoo ist seit dem 1. November nicht mehr in China vertreten. Damit hat das ehemals zum Telekomriesen Verizon gehörende Internet-Urgestein die Konsequenzen aus der zunehmenden Zensur in China.

Zunehmende Zensur in China

Yahoo betonte, dass es sich sowohl den Nutzerrechten als auch einem offenen Internet verpflichtet sei. Interessant ist: Vor dem kompletten Rückzug aus China waren bereits die Yahoo-Finance-App aus den chinesischen App Stores verschwunden. Wenig später waren auch Yahoo Mail und Yahoo Weather offline. „In Anerkennung der zunehmend herausfordernden unternehmerischen und rechtlichen Umstände in China werden die Dienstleistungen von Yahoo ab dem 1. November nicht mehr verfügbar sein“, hieß es in diese Woche in einer Stellungnahme des Unternehmens.

Auch LinkedIn hat sich aus China zurückgezogen

Mit diesem konsequenten Schritt steht Yahoo nicht allein. Auch die von Microsoft geführte Kariere-Plattform LinkedIn hat angekündigt, ihre Webpräsenz in China zu beenden und durch eine andere Stellenbörse zu ersetzen. Damit geht die Abwanderung amerikanischer Online-Dienste weiter. Google ist bereits seit Jahren nicht mehr in China verfügbar, Facebook waren von herein im Reich der Mitte überhaupt nicht vertreten. Der Web-Pionier Yahoo hingegen ist schon 1999 in China gestartet.

Fazit: Yahoo zieht sich endgültig aus China zurück. Das ist kein gutes Zeichen, aber die Tendenz ist eindeutig. Die rechtlichen und geschäftlichen Rahmenbedingungen für westliche Firmen in China werden immer schwieriger und machen damit ein operatives Geschäft zunehmend uninteressant. Aber auch chinesische Firmen werden zunehmend an die Kandare genommen. Trotz der massiven Einbrüche gerade bei chinesischen Technologie-Aktien spricht das nicht dafür, sich jetzt im großen Stil chinesische Aktien ins Depot zu legen.