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Die Installation von Solarmodulen stieg 2021 um 10%. Was ist für 2022 geplant?

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Rund 240.000 neue Photovoltaikanlagen mit einer möglichen Jahresleistung von 5,3 Gigawatt gingen 2021 neu ans Netz – so der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) in einer aktuellen Studie. Eine Steigerung von immerhin stattlichen 10% im Vergleich zum Vorjahr. Mittlerweile liefern diese Sonnenkraftwerke bereits 10% des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland. Zahlen, die auf den ersten Blick beeindrucken könnten.

Die Regierungspläne sind ambitioniert

Hält man aber die tatsächlichen Pläne der Ampel-Koalition dagegen, stellt sich auch schnell wieder Ernüchterung ein. Bis 2030 wird hier eine Zielvorgabe von 200 Gigawatt Solarenergie angestrebt. Dazu sollen möglichst alle geeigneten Dachflächen genutzt werden.

Die Zahl der Solaranlagen in Deutschland müsste sich verdreifachen

Will man diese Latte nicht reißen, bedeutet das: Ab sofort braucht man einen jährlichen Zuwachs von etwa 15,5 Gigawatt. Gemessen an den letztjährigen Zahlen reden wir also hier über eine satte Verdreifachung des Solaranlagen-Zubaus. Ob dieses Tempo dauerhaft möglich ist, kann man getrost bezweifeln.

Privatleute greifen, Firmen sind zurückhaltend

Eine repräsentative Befragung von mehr als 200 Solarunternehmen zeigt aber, dass die Branche insgesamt mit sehr positiven Erwartungen ins neue Jahr starten. Das Interesse von Eigenheimbesitzern, Photovoltaikanlagen auf Dachflächen zu installieren, steigt nach wie vor kräftig an. Im Gewerbesektor jedoch sank die Nachfrage zum Teil erheblich.

Die Solarbranche wartet auf ein klares Startsignal

Deshalb fordert BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig die Bundesregierung auf, ihr neues Klimaschutz-Sofortprogramm möglichst „noch vor Ostern“ in die Tat umzusetzen. Verzögerungen oder unnötige bürokratische Hürden könnten das Investitionsklima hier auch schnell wieder ausbremsen. Die Branche zeigt sich startbereit.

Fazit: Solange es von politischer Seite noch kein klares Startsignal für die Solarbranche gibt, geht auch an der Börse nicht die Sonne auf. Wenn die politischen Rahmenbedingungen aber stehen, wird sich hier auch in Deutschland ein neuer Megatrend entwickeln.