Insider-Deals: Auffällige Käufe/Verkäufe bei TUI & Priceline

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Der Touristikkonzern TUI hat seinen Aktionären für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015/2016 (per Ende September) eine Dividende in Höhe von 0,63 Euro zukommen lassen.

Gegenüber dem Vorjahr ist das eine satte Steigerung um 12,5%. Beim aktuellen Aktienkurs von rund 13 Euro macht das eine Dividendenrendite von 4,8%.

TUI konnte zuletzt mit einer Vielzahl an guten Neuigkeiten aufwarten. So meldete Europas größter Reisekonzern den erfolgreichen Abschluss des Verkaufs seiner Spezialreise-Sparte Travelopia an den Finanzinvestor KKR.

Und die zunehmende Fokussierung auf Hotels und Kreuzfahrten sowie die internationale Präsenz in mehr als 100 Ländern zahlt sich mehr und mehr aus, wie die Zahlen für das erste Geschäftsquartal (per Ende Dezember) eindrucksvoll zeigen.

Zukunftsprogramm „TUI 2022“ sorgt für Fantasie

Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum um 8,5% auf 3,49 Mrd. Euro, einschließlich Wechselkurseffekte ergibt sich ein Plus um 2,3% auf 3,29 Mrd. Euro.

Auf Basis konstanter Wechselkurse wurde das bereinigte EBITA um 17% auf ein saisonübliches Minus in Höhe von 66,7 Mio. Euro verbessert, trotz überdurchschnittlich hoher krankheitsbedingter Ausfälle des Personals bei TUIfly Deutschland im Oktober 2016.

Anklang fand vor allem auch das vorgestellte Zukunftsprogramm „TUI 2022“. Der Fokus liegt auf Digitalisierung und Wachstum in neuen Märkten.

Ziel ist, in den nächsten fünf Jahren 1 Mrd. Euro zusätzlichen Umsatz zu generieren und 1 Mio. neue Kunden zu erreichen.

Großaktionär Mordashov kauft immer weiter zu

Ebenfalls bemerkenswert: Der russische Milliardär und TUI-Aufsichtsrat Alexey Mordashov kauft weiter Anteile zu (ich berichtete darüber bereits zuvor). Vergangenen Donnerstag hat er über seine  Firma Unifirm Limited für knapp 3,7 Mio.

Euro TUI-Aktien gekauft und hält mittlerweile wieder über 20% an TUI – Tendenz weiter steigend. Beobachter gehen davon aus, dass Mordashov seine einstige Sperrminorität von 25% plus einer Aktie wieder aufbauen will.

In der nachfolgenden Übersicht sehen Sie die wichtigsten Insider-Käufe der letzten Handelstage.

Käufe: Hier kaufen die Top-Manager

Datum WKN Unternehmen Name Insider Stellung Volumen in LW
02.03.2017 A1X3X3 WCM Karl Ehlerding Aufsichtsrat 11.791.200
02.03.2017 TUAG00 TUI Unifirm Limited Juristische Person 3.679.374
02.03.2017 606214 Covestro Dr. M. Steilemann u.a. Vorstand 332.127
28.02.2017 590900 Bilfinger Michael Bernhardt Vorstand 120.188
01.03.2017 A14M1C iQ Power Licensing Charles R. Sullivan Vorstand 50.000

Priceline: Aktie im Rekordmodus – CFO Finnegan nimmt Gewinne mit

Natürlich wollen wir wie in jeder Woche auch noch einen Blick auf die Verkaufsseite werfen – und auf dieser ist unter anderem ebenfalls ein Reise-Gigant zu finden: Priceline.

Die Aktie des amerikanischen Reiseanbieters aus Connecticut gehört seit Jahren zu den absoluten Highflyern an der Nasdaq.

Das Unternehmen hat sich auf Hotel- und Flugbuchungen spezialisiert und bietet über die Plattformen Booking.com, Priceline.com und über die Agoda-Webseiten auch Mietwagen, Pauschalreisen und Kreuzfahrten an.

Die Priceline-Aktie verharrt momentan auf Rekordniveau (akt. Kurs: 1.736,46 Dollar) – kein Wunder, dass da der ein oder andere auch mal ans Gewinne mitnehmen denkt.

So etwa auch Finanzvorstand Daniel Finnegan. Der Manager trennte sich am Montag von unternehmenseigenen Aktien im Wert von rund 5,3 Mio. Dollar.

Verkäufe: Hier verkaufen die Top-Manager

Datum WKN Unternehmen Name Insider Stellung Volumen in LW
03.03.2017 853260 Johnson & Johnson Joaquin Duato Vorstand 6.181.140
06.03.2017 766054 Priceline Group Daniel Finnegan CFO 5.281.125
04.03.2017 885823 Zalando Rubin Ritter Vorstand 3.759.214
24.02.2017 A0MSEQ m4e Oliver Jansen Aufsichtsrat 739.500
27.02.2017 885823 DEAG Dt. Entertainment Apeiron Invest. Juristische Person 316.202
06.03.2017 885823 mutares Dr. Ulrich Hauck Aufsichtsrat 133.280

Zuletzt konnte Priceline ein starkes Zahlenwerk präsentieren: Im vergangenen vierten Quartal kletterte der Umsatz um 17% auf 2,35 Mrd. Dollar.

Unter dem Strich verdiente die Gesellschaft dabei 674 Mio. Dollar oder 13,47 Dollar je Aktie, was ebenfalls einem satten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr entspricht, als der Konzern 504 Mio. Dollar bzw. 10 Dollar je Aktie verdiente.

Ausgenommen außergewöhnlicher Sonderfaktoren blieb ein bereinigter Nettogewinn (Non-GAAP) von 14,21 Dollar je Aktie in der Kasse, womit Priceline die Markterwartungen der Analysten übertreffen konnte.