thyssenkrupp Aktie: Hält die 12-Euro-Rallye?
Morgen blicken alle Augen nach Essen und auf die thyssenkrupp Aktie: Der Konzern veröffentlicht die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026. Nach der jüngsten Kursrallye auf über 12 Euro und der wegweisenden Einigung im Stahl-Segment steht der Industriekonzern am Scheideweg: Liefern die Zahlen den Beweis für den geglückten Turnaround oder war der Vorschusslorbeer der Anleger verfrüht?
Quartalszahlen: Die Stunde der Wahrheit
Für Anleger ist der morgige Termin der wichtigste Realitätscheck des neuen Jahres. Nachdem die Aktie zuletzt mit einem Plus von 3,23 Prozent auf 12,14 Euro kletterte, ist die Erwartungshaltung am Markt spürbar gestiegen. Im Fokus des ersten Finanzquartals (Oktober bis Dezember 2025) steht nicht nur der reine Umsatz, sondern vor allem die Profitabilität der verbliebenen Sparten nach der eingeleiteten Konzern-Transformation.
Analysten achten besonders darauf, ob sich die Effizienzmaßnahmen bereits im operativen Ergebnis niederschlagen. Das letzte Geschäftsjahr 2024/2025 schloss der Konzern mit einem Umsatz von 32,84 Milliarden Euro und einem bereinigten EBIT von 640 Millionen Euro ab. Für das erste Quartal 2026 wird nun erwartet, dass thyssenkrupp erste Früchte der harten Restrukturierung im Stahlbereich zeigt, die Ende 2025 finalisiert wurde.
Stahl und Marine: Was die Kurse der thyssenkrupp Aktie treibt
Der jüngste Kursanstieg ist eng mit den Schlagzeilen der letzten Monate verknüpft. Die Einigung mit der IG Metall über den Stellenabbau und die Kapazitätsreduzierung im Stahlgeschäft (thyssenkrupp Steel Europe) hat viel Unsicherheit aus dem Markt genommen. Investoren bewerten dies als notwendigen Schritt, um die Sparte „grüner“ und wetterfester zu machen – oder sie für eine mögliche Verselbstständigung „brautfein“ zu machen.
Ein weiterer Treiber bleibt die Sparte Marine Systems (tkMS). Hier spekuliert der Markt weiterhin auf eine Wertsteigerung durch einen möglichen Einstieg des Staates oder einen Spin-off. Sollte der Vorstand morgen neue Details zur Verselbstständigung der U-Boot-Sparte nennen, könnte dies als weiterer Katalysator für die Aktie wirken.
Dividende und Cashflow im Blick
Trotz der massiven Investitionen in die Grüne Transformation zahlt thyssenkrupp eine Dividende von 0,15 Euro je Aktie. Für Einkommensinvestoren ist dies eher symbolisch, aber es sendet ein Signal der Stabilität. Viel wichtiger wird morgen jedoch der Blick auf den Free Cashflow (FCF) vor M&A. In den ersten Quartalen ist dieser traditionell oft schwach (aufgrund von Lageraufbau). Ein „weniger negativer“ Cashflow als im Vorjahr würde vom Markt bereits als Erfolg gewertet werden und die These stützen, dass der Konzern sein „Cash-Burn“-Problem langsam in den Griff bekommt.
thyssenkrupp Aktie: Fazit für Anleger
Die morgigen Quartalszahlen sind der Test für die jüngste Erholung der thyssenkrupp Aktie. Das Sentiment hat sich von „Krisenmodus“ zu „Vorsichtiger Optimismus“ gewandelt.
* Die Chance: Bestätigt das Management die Jahresprognose und zeigt das „bereinigte EBIT“ eine klare Aufwärtstendenz durch Kostensenkungen, könnte der Widerstand bei 12,50 Euro nachhaltig gebrochen werden.
* Das Risiko: Sollten die Anlaufkosten für „Grünen Stahl“ höher ausfallen als geplant oder die Konjunkturschwäche die Volumina drücken, drohen Gewinnmitnahmen. Die Aktie ist mit über 12 Euro ambitioniert bewertet im Vergleich zu den Tiefstständen des Vorjahres.
Achten Sie im Bericht morgen früh auf Aussagen zum Auftragseingang (Book-to-Bill Ratio) und Kommentare zur Abspaltung der Marinesparte. Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.

Jahreschart thyssenkrupp Aktie, Quelle: https://aktienscreener.com/
Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.