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Teufelskreis Inflation und Insolvenzen!

Inhaltsverzeichnis

Die Beratungsgesellschaft Deloitte hat aktuell eine Studie veröffentlicht, die einen Blick auf die Lage der Unternehmen wirft. Mehr als ein Jahrzehnt lang entwickelten sich die Zahlen von Insolvenzen und Restrukturierungsmaßnahmen hierzulande rückläufig. Auch die Auswirkungen der Coronakrise schienen daran erstaunlich wenig zu ändern – bisher. Die Analysten von Deloitte erwarten jetzt jedoch einen inflations- und kriegsgetriebenen Anstieg von Insolvenzen.

Als Hauptrisiko für die deutsche Wirtschaft nehmen 78% der Experten dabei die steigende Teuerungsrate wahr. Steigende Inflationszahlen bedeuten somit auch eine steigende Zahl an Insolvenzen. Dazu kommen latente Risiken durch die global gestörten Lieferketten.

Die Insolvenz-Schäden werden auf neue Rekordstände steigen

Auch die aktuell veröffentlichte Allianz Trade Studie kommt zu besorgniserregenden Schlussfolgerungen. Weltweit sollen auf die Unternehmens-Insolvenzen im Jahr 2022 um 10% zunehmen, im Jahr 2023 sogar um weitere 14%. Die durchschnittliche Verschuldung von insolventen Unternehmen und die damit entstandenen Schäden pro Insolvenz werden dabei auf ein Rekordniveau ansteigen. In Deutschland dürfte der Anstieg der Pleiten im Jahr 2022 mit 4% weiterhin moderat bleiben, was auf die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen zurückzuführen ist. Allerdings wird 2023 mit 10% ein deutlicherer Zuwachs erwartet.

Staatliche Eingriffe, Hilfsgelder und Rettungsmaßnahmen könnten den Anstieg bei den Insolvenzen jedoch abfedern. Je länger die Krise andauert, desto wahrscheinlicher wird eine neue Welle an Staatshilfen, die sich auf die Insolvenzen auswirken wird. Allerdings ist in diesem Fall zu bedenken, dass dann die Staatsschulden weiter explodieren, was wiederum massiv negative Auswirkungen auf die Stabilität und Kaufkraft unseres Geldes haben wird.

Auch die Schuldenuhren der Staaten ticken zunehmend schneller

Die steigende Inflation führt nicht nur zu steigenden Insolvenzen, sondern auch zu steigenden Zinsen und somit weiter steigenden Staatsschulden: Die Schuldenuhren der Länder ticken mit zunehmender Dynamik schneller!