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Tech-Aktien: Mit der Cloud gegen die Krisen absichern!

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Auch die deutsche Digitalwirtschaft geriet an der Börse im ersten Halbjahr schwer unter Druck. Dabei liefen die Geschäfte offenbar gar nicht so schlecht, wie nun der Digitalverband Bitkom und das Marktforschungsinstitut ifo mitteilten.

Demnach lag der Geschäftsklimaindex der Digitalbranche im Mai bei 20,7 Punkten. Das ist zwar eine Verschlechterung gegenüber April in Höhe von 5,2 Punkten. Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft aber sehen sich die Tech-Firmen durchaus besser gerüstet.

Auf einer Pressekonferenz hat Bitkom-Präsident Achim Berg kürzlich weitere Prognosewerte zur Branche veröffentlicht. Und die können sich sehen lassen – allerdings mit einigen Abstrichen.

Bitkom erwartet weiteres Wachstum der Digitalbranche

Demnach erwartet die Lobbygruppe für Unternehmen der Bereiche IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im laufenden Jahr ein Umsatzplus von 4,3 Prozent auf 189,4 Milliarden Euro. Im nächsten Jahr soll es indes einen ähnlichen Zuwachs auf dann 197 Milliarden Euro geben.

Trotzdem: Das relativ gute Geschäftsklima des ersten Halbjahres weicht allmählich einer Verunsicherung. So blickt die Branche derzeit verhalten auf die zweite Jahreshälfte. An einen wirklichen Aufwärtstrend jedenfalls glaubten zuletzt nur wenige Unternehmen, so Bitkom.

Der Verband begründet die Eintrübung vor allem mit dem Ukraine-Krieg, den Belastungen für die Lieferketten, den hohen Energiepreisen und nicht zuletzt der No-Covid-Politik in China.

Die Datenwolke als Hoffnungsträger

Bitkom-Präsident Berg machte allerdings auch Hoffnung. So werde es in der Digitalbranche entgegen dem allgemeinen Trend am Ende des Jahres mehr Beschäftigte geben als im Vorjahr. Der Lobbyist sieht hierfür vor allem die Effekte der Corona-Pandemie verantwortlich. So habe das Virus gezeigt, wie wichtig Investitionen in eine widerstandsfähige IT seien.

Der Digitalverband rechnet etwa damit, dass der Software-Bereich in 2022 um 8,8 Prozent wachsen werde, vor allem wegen der hohen Investitionen in Cloud-Infrastrukturen. Beim Hardware-Segment sieht Bitkom ein Potenzial von +6,7 Prozent und bei der Telekommunikation von +1,5 Prozent.

Allein bei der Unterhaltungselektronik prognostiziert der Verband einen weiteren Rückgang – in 2022 um 2,6 Prozent. Bitkom begründet das vor allem mit der hohen Inflation und der Belastungen für die Verbraucher. Diese führten dazu, dass viele Bürger teure Anschaffungen im Elektronikbereich überdenken, etwa wenn es um einen neuen Fernseher geht.

Cloud-Aktien als möglicher Sicherungsanker für Sie

Sie sehen also: In der deutschen Digitalbranche gibt es Höhen und Tiefen. Ein Komplettdesaster allerdings scheint sich bislang abwenden zu lassen. Vor allem der Cloud-Sektor ist nach wie vor ein Wachstumsgarant – angetrieben durch den Digitalisierungsboom infolge der Corona-Pandemie und staatliche Rückendeckung.

Das sind grundsätzliche gute Nachrichten für die großen Cloud-Aktien wie Amazon, Microsoft oder Google, die auch in Deutschland den Ton angeben. Aber auch hiesige Firmen wie die Telekom, 1&1 Ionos oder Bechtle dürfen sich zumindest in diesem Bereich auf Wachstum einstellen.

Wichtig für Sie: Natürlich kann auch Bitkom nicht zu 100 Prozent die Zukunft vorhersagen. Dass sich der Cloud-Markt aber als resilient erweisen könnte, macht durchaus Sinn. Als Anleger können Sie sich damit also eine gewisse Portion Sicherheit ins Depot holen.