Talanx: Investment-Alternative zur Allianz aus dem MDAX

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Im Versicherungs-Sektor läuft es aktuell rund – der Sektor zeigt relative Stärke. Das liegt unter anderem daran, dass die Branche beispielsweise gegen Inflationsrisiken abgesichert ist. Wer derzeit seine Prämienrechnungen für verschiedene Versicherungsverträge zugestellt bekommt, wird sehen, dass er das auch im Geldbeutel zu spüren bekommt. Davon profitiert mitunter Talanx.

Ein Alternativinvestment zur Allianz

Wer an Investments in die Branche denkt, hat bestimmt vor allem erst einmal die Großen im Kopf, wie die Allianz aus dem DAX – was auch an sich eine absolut hervorragende Idee ist! Doch es gibt noch mehr. Talanx ist im Versicherungssektor beispielsweise eine attraktive Investment-Alternative zu dem DAX-Riesen.

An der Spitze des Unternehmens steht die Talanx AG, welche Anfang des Jahres 2019 eine Rückversicherungslizenz bekam; seitdem ist es keine reine Holdinggesellschaft mehr, sondern betreibt außerdem das operative Geschäft. Zum Portfolio des deutschen Versicherungskonzerns Talanx gehören unter anderem der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück, Industrieversicher HDI und Targo Versicherungen. Der Konzern ist im MDAX gelistet.

Optimistischer Mittelfrist-Ausblick

Geschäftlich läuft es für Talanx rund – das zeigen die Zahlen nach den ersten neun Monaten, aber das zeigt auch ein Blick auf den optimistischen Ausblick.

Nach 9 Monaten des aktuellen Geschäftsjahres stehen schon 785 Mio. Euro in den Büchern des Konzerns, was rund 9% über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums liegt. Und das, obwohl sich die bislang angefallenen Großschäden auf 1,9 Mrd. Euro summieren, was wiederrum knapp 0,5 Mrd. Euro über dem eigentlich dafür eingeplanten Budget liegt.

Für das kommende Jahr 2023 geht Talanx vor allem dank deutlicher Preiserhöhungen von 10 bis 15% weiterhin von einer positiven Ergebnisentwicklung aus.

Strategie 2025 soll Geschäfte vorantreiben

Zwar müsse der Konzern mit einigen höheren Risiken umgehen, geht aber dennoch von deutlich steigenden Ergebnissen bis zum Jahr 2025 aus. Und das vor allem dank der neuen „Strategie 2025“, die Talanx dabei helfen soll, die Eigenkapital-Rendite nachhaltig auf über 10% zu steigern. Für das Konzernergebnis sind 1,6 Mrd. Euro bis 2025 prognostiziert, was einem Zuwachs von mehr als 25% entsprechen würde. Dank der Prämiensteigerungen werde sich laut Talanx das avisierte Wachstum aus allen Segmenten speisen, sprich Industrieversicherungen, Privat- und Firmenversicherungen national sowie international.

Im aktuellen Geschäftsjahr soll sich der Konzernüberschuss trotz Belastungen durch Hurrikan „Ian“ sowie den Angriffskrieg auf die Ukraine auf 1,05 bis 1,15 Mrd. Euro belaufen, Tendenz eher zum oberen Ende der Spanne.

Aktionäre profitieren vom guten Geschäft

Wie bei Versicherern ja eigentlich üblich, werden Talanx-Aktionäre am Konzernwachstum partizipieren. So soll die Dividendenausschüttung für das Jahr 2022 um 25% erhöht werden auf 2,00 Euro je Anteilsschein. Das liegt weit über dem, was Analysten bisher im Durchschnitt auf ihren Zetteln stehen haben (1,87 Euro je Aktie). Damit kommt man auf eine Dividendenrendite von derzeit 4,6%.

Wie der Unternehmensgewinn soll auch die Dividende bis zum Jahr 2025 um 25% hochgeschraubt werden auf bis dahin 2,50 Euro pro Talanx-Aktie.

Damit würde sich eine Dividendenrendite von rund 5,7% ergeben. Die Aktie ist nach wie vor nicht teuer bewertet.

Dividendenstark und aussichtsreich

Für Aktionäre lohnt sich der Blick auf dem MDAX-Titel somit vor allem aufgrund der starken Geschäftsentwicklung, der vielversprechenden Aussichten sowie der hohen Dividendenrendite. Die Aktie hat zuletzt aber schon kräftig angezogen, weshalb es sich hier lohnen sollte, auf einen neuen Rücksetzer zu warten.