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Software AG-Aktie: Der Underdog sieht sich auf Wachstumskurs!

Inhaltsverzeichnis

Wenn ich Sie jetzt nach der größten deutschen Software-Firma frage, kommt von Ihnen bestimmt wie aus der Pistole geschossen der Name: SAP.

Die Frage nach dem zweitgrößten IT-Haus dürfte da schon etwas schwieriger sein. Schließlich gilt Deutschland, zumindest wenn es um große börsennotierte Software-Konzerne geht, nicht gerade als Eldorado. Um den Zweitplazierten zu finden, müssen wir uns nämlich schon an den MDax wenden – genauer gesagt: an das Darmstädter Unternehmen Software AG.

Riese (SAP) vs. Zwerg (Software AG)

Wie groß der Abstand zwischen SAP und der Software AG ist, zeigt ein Blick auf den Umsatz. So liegt der jährliche Umsatz des Branchenprimus etwa 32-mal höher als der des Zweitplatzierten.

Entsprechend dominieren die Walldorfer die Tech-Berichterstattung in Deutschland. Die Software AG jedenfalls kommt da oftmals zu kurz. Heute wollen wir uns deshalb diesem Trend widersetzen und uns das Unternehmen aus Darmstadt mal etwas genauer anschauen – denn Wachstumschancen gibt es auch bei der Software AG reichlich.

Software AG: der Digitalisierer des Mittelstands

Zunächst einmal: Was macht die Software AG eigentlich? Ähnlich wie SAP bietet das Unternehmen Software-Produkte für Firmenkunden und verbundene Dienstleistungen. Mit den Anwendungen lassen sich etwa Geschäftsprozesse analysieren und verwalten sowie die IT-Infrastrukturen steuern.

Unterm Strich heißt das: Die Software AG hilft dem deutschen Mittelstand bei der digitalen Transformation. Und eben diese ist spätestens seit der Corona-Krise allgegenwärtig.

Konkret unterstützt das Unternehmen seine Kunden auch bei IoT-Lösungen – etwa im Maschinenbau. Für jene Branche entwickelt die Software AG Produkte, um Anlagen zu vernetzen und Prozesse etwa mit Augmented Reality zu optimieren.

Digitaler Nachholbedarf bei öffentlicher Verwaltung

Gleichzeitig sind die Darmstädter ein Partner der öffentlichen Verwaltung. Deren digitale Kompetenz soll in den kommenden Jahren massiv ausgebaut werden, um Probleme wie sie etwa in der Corona-Krise deutlich wurden, künftig zu vermeiden. Die Software AG unterstützt die Behörden tatkräftig bei dieser Digitalisierungsanstrengung.

Sie merken: Der Konzern hat Zugriff auf wachstumsstarke Märkte und genießt obendrein noch einen guten Ruf.

Mittelfristiger Ausblick kann überzeugen

Nun aber zu den harten Fakten: Vor wenigen Tagen hat die Software AG ihre neusten Zahlen zum dritten Quartal 2021 veröffentlicht. Demnach konnte man den Umsatz zwischen Juli und Ende September um 6 Prozent auf 198 Millionen Euro steigern. Damit schaffte man das zweite Umsatzplus in Folge. Das operative Ergebnis EBIT verschlechtere sich leicht von 24,9 auf 24,5 Millionen Euro.

Das sind wahrlich keine überragenden Zahlen. Doch umso besser ist der mittelfristige Ausblick. Demnach will der Konzern 2023 einen Umsatz von 1 Milliarde Euro (2020: 835 Mrd.) und eine operative Marge von 25 bis 30 Prozent (Q3 2021: 16,8 %) erreichen.

Hoffnungsträger Cloud-Abos

Gelingen soll das vor allem durch den Ausbau des Cloud-Geschäfts. Über spezielle Cloud-Abonnements will die Software AG Kunden langfristig an sich binden. Dadurch erhofft man sich in Darmstadt wiederkehrende und planbare Umsätze. Und auch die Profitabilität dürfte durch das margenstarke Geschäft mit der Datenwolke gesteigert werden können.

Man schaue optimistisch und zuversichtlich nach vorne, so Finanzchef Matthias Heiden. Der Manager betonte, dass man zuletzt die Zahl an Neukunden um 40 Prozent steigern konnte.

Hat die Aktie noch Luft nach oben?

Die Aktie jedenfalls konnte im laufenden Jahr noch keine allzu starken Akzente setzen. Entsprechend sehen viele Analysten Aufwärtspotenzial für das Papier. Die Marktdynamik rund um die Digitalisierung und der starke mittelfristige Ausblick sprechen momentan einfach für das Unternehmen.

Sie als Anleger sollten die Software AG also keinesfalls unterschätzen.