SMA Solar-Aktie mit Kursdelle

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Die SMA Solar-Aktie ist nichts für schwache Nerven. Nachdem der Kurs von Februar 2022 bis Juni dieses Jahres von unter 30 Euro bis auf 111 Euro in der Spitze regelrecht explodiert ist, befinden wir uns momentan in einer Konsolidierungsphase. Im Zuge der allgemeinen Schwäche bei Solaraktien knickte auch der Kurs der SMA-Papiere bis auf unter 75 Euro ein.

Wie geht es nun weiter? Was sind die Perspektiven des Unternehmens und wie schätzen die Analysten das Potenzial ein?

SMA Solar – Spezialist für Solarwechselrichter….

SMA Solar entwickelt, produziert und vertreibt Komponenten für die Photovoltaikindustrie. Die Unternehmensgruppe konzentriert sich dabei auf die Herstellung von Solarwechselrichtern. Diese werden benötigt, um den aus Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln, der ins Stromnetz eingespeist werden kann.

Das Angebotsspektrum ist dabei nicht auf einzelne Modultypen oder Leistungsgrößen beschränkt, sondern an sämtliche auf dem Markt erhältliche Typen anpassbar. Neben Wechselrichtern für netzgekoppelte Anwendungen werden auch Wechselrichter für den Insel- und Backup-Betrieb angeboten. Zum Portfolio gehören außerdem Produkte zur Überwachung und zum Energiemanagement von PV-Anlagen.

….steigert Umsatz um 65%

Im ersten Halbjahr liefen die Geschäfte bei SMA Solar auf Hochtouren: Der Umsatz schnellte im Jahresvergleich um 65% auf 778,9 Millionen Euro in die Höhe. Noch positiver sah die Entwicklung beim operativen Gewinn aus. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte kräftig von 15,9 auf 125,3 Millionen Euro. Entsprechend verbesserte sich die EBITDA-Marge deutlich um 12,7 Prozentpunkte auf 16,1%.

Auftragsbücher prall gefüllt

Unterdessen zeigt sich die Konzernführung optimistisch und rechnet mit einer deutlichen Verbesserung der Gesamtsituation und einem profitablen Umsatzwachstum. Der Auftragsbestand lag zum 30. Juni bei mehr als 2,45 Milliarden Euro. Rund 2,07 Milliarden Euro entfallen dabei SMA zufolge auf das Produktgeschäft – mehr als 140% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

SMA Firmenchef Jürgen Reinert einen Umsatz von 1,7 bis 1,85 Milliarden Euro an. Das EBITDA soll unterdessen in diesem Jahr auf 230 bis 270 Millionen Euro gesteigert werden.

Expansion in den USA auf dem Prüfstand

Derweil prüft der hessische Solarkonzern den Bau einer Fabrik in den USA, um bestmöglich vom Inflation Reduction Act (IRA) zu profitieren. Das wäre ein Strategieschwenk, denn vor sechs Jahren wurde das Werk in den USA aufgegeben. Allerdings lockt offenbar das milliardenschwere Subventionsprogramm.

Darüber hinaus sieht SMA-Firmenboss Reinert auch einen klaren Kostenvorteil von 20%, den man bei einer Produktion in den USA realisieren könnte. Wichtig ist der amerikanische Markt für SMA Solar zweifellos. Immerhin trugen die USA im letzten Jahr 24% zu den gesamten Konzernerlösen bei, Tendenz stark steigend.

Analysten votieren mehrheitlich zum Halten der Aktie

Die Analysten sind unterdessen zurückhaltend. Laut der Homepage des Unternehmens votieren von fünf Experten, die im August ihre Studien aktualisiert haben, nur vier zum Halten der Papiere. Ein Analyst spricht derweil eine Kaufempfehlung aus. Allerdings rangieren die Kursziele zwischen 85 und 120 Euro, was ausnahmslos über dem aktuellen Kursniveau liegt (Schlusskurs 30.08.2023: 74,90 Euro).