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Sixt: Kursschwäche trotz guter Aussichten und Optimismus

Inhaltsverzeichnis

Der Autovermieter Sixt hob vergangene Woche Mittwoch seine Prognose für das laufende Gesamtjahr deutlich an. Hohe Preise, eine boomende Nachfrage sowie letztlich auch der starke Dollar lassen die Kasse beim Autovermieter Sixt klingeln und den Konzern wesentlich optimistischer werden.

Purer Optimismus beim Autovermieter

Werfen wir einen Blick auf die neue Prognose: So soll sich der Konzernumsatz 2022 auf 2,8 bis 3,1 Mrd. Euro belaufen und der Vorsteuergewinn soll auf 500 bis 550 Mio. Euro ansteigen. Zuvor peilte der MDAX-Konzern bei den Erlösen noch deutlich über 2,28 Mrd. Euro und einen Gewinn vor Steuern am oberen Ende der Spanne von 380 bis 480 Mio. Euro an.

Die Prognose beim Umsatz liegt demnach im Rahmen der Erwartungen, doch beim erwarteten Vorsteuergewinn wurden die Schätzungen unterdessen sogar übertroffen.

Begründet worden sind die optimistischeren Jahresziele vor allem mit der erfreulichen geschäftlichen Entwicklung im August und dem sich abzeichnenden Verlauf für den aktuellen Monat. So liegen sowohl der August als auch der September deutlich über sämtlichen Erwartungen, da die Nachfrage ungebrochen stark sei – und das sowohl in Europa als auch in den USA. Auch der schwache Euro zum US-Dollar spielt Sixt in die Karten.

Weichen für die Zukunft werden gestellt

Der Autovermieter hat heute außerdem bekannt gegeben, dass der Fuhrpark bis zum Jahr 2030 zu 70% aus reinen Elektro-Fahrzeugen oder Hybriden bestehen soll. Bis Ende nächsten Jahres sollen es global ca. 12 bis 15% E- oder Hybrid-Anteil sein. Zum Vergleich: Zum Ende des hinter uns liegenden ersten Halbjahres dieses Jahres betrug der Wert laut Sixt rund 10%.

Des Weiteren plant der Konzern seinen Kunden 2023 das Laden an zahlreichen öffentlichen Ladesäulen zu ermöglichen. Das könnte sich künftig für die Kundschaft rechnen, wie Sixt berichtet: “Gerade im Verbrauch fährt man auf Basis aktueller Energiepreise deutlich günstiger als mit vergleichbaren Autos mit Verbrennungsmotor.”

Aktie profitiert dennoch nur kurzzeitig

Trotz der erneuten Anhebung der Prognosen kam Sixt weiter unter Abgabedruck. Eine deutlich negative Übertreibung.

Die Aktie legt heute gegen den allgemein schwachen Trend rund 3% zu.

Angesichts der Gewinnerwartungen liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei Sixt lediglich noch bei 7, womit das Papier günstig bewertet ist. Sixt ist nicht nur Deutschlands führender Autovermieter, sondern treibt seit einigen Jahren seine Positionierung als weltweiter, digitaler und integrierter Mobilitätsdienstleister permanent voran. 

Und ganz nebenbei bemerkt finde ich es klasse, dass der MDAX-Konzern seit Kurzem mit Comedians der deutschen Medienlandschaft wirbt: Tedros Teclebrhan, besser bekannt als Teddy, sorgt für eine authentische und vor allem unterhaltsame Multichannel-Kampagne, welche nicht nur optimal zu Sixt passt, sondern exakt und noch dazu lustig verdeutlicht, worum es in der Sixt-App geht: „Fahren was, wann und wo man will.“

Bleibt zu hoffen, dass uns Börsianer nicht nur die Werbung zum Schmunzeln bringt, sondern bald auch wieder der Aktienkurs – die Voraussetzungen dafür stimmen jedenfalls!