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Sixt-Aktie 2023: Wachstum, Dividende – das müssen Sie wissen

Inhaltsverzeichnis

Haben Sie diese Woche auf die Sixt-Aktie geschaut? Wenn ja, dann dürfte Ihnen der beachtliche Kurssprung am Dienstag aufgefallen sein. Die Aktie des Autovermieters schoss nämlich am 28. Februar innerhalb weniger Stunden um rund 7 Prozent nach oben.

Wie Sie im Chart sehen können, hat Sixt damit seine Erholungsrallye fortgesetzt, notierte am Mittwochvormittag aber immer noch relativ weit entfernt vom Vor-Ukraine-Krieg-Niveau (Kursentwicklung zwischen Anfang 2021 und Anfang März 2023, Stand: 01.03.2023, 9:00 Uhr).

So viel Umsatz und Gewinn fuhr Sixt in 2022 ein

Nichtsdestotrotz ist der Kursaufschwung vom Dienstag beachtlich und hat indes eine fundamentale Basis: Sixt hat nämlich kurz zuvor seine vorläufigen Zahlen zu 2022 und eine Prognose zu 2023 veröffentlicht, die nahelegt, dass der Konzern ziemlich gut durch die Krisen kommt. Und dafür sollen auch die Aktionäre belohnt werden.

Aber von vorne: Nach vorläufiger Berechnung hat der international tätige Autovermieter im letzten Jahr einen Umsatz von 3,07 Milliarden Euro erzielt, was einem Plus von 34,3 Prozent gegenüber 2021 entspricht. Sixt lag damit am oberen Ende seiner Prognosespanne und – besonders wichtig – mit 22,6 Prozent über dem Vor-Corona-Jahr 2019.

Das stärkste Wachstum erzielte der Autovermieter in der Region Nordamerika, wo die Erlöse um 55,4 Prozent auf 907,2 Millionen Euro zulegten. Die USA sind mittlerweile der wichtigste Einzelmarkt der Bayern. In Deutschland stiegen die Erlöse indes um 17,6 Prozent auf 869,8 Millionen Euro.

Sehr positiv sieht es auch beim Profit aus. Das Kornergebnis vor Steuern (EBT) stieg in 2022 um 24,4 Prozent auf 550,2 Millionen Euro. Auch hier lag Sixt am oberen Ende seiner Prognosespanne. Nach Steuern blieb dem Konzern laut vorläufigen Zahlen ein Überschuss von 385,7 Millionen Euro (+23,2 %).

Reise-Renaissance macht Hoffnung auf mehr

Sixt profitiert davon, dass die weltweite Reisetätigkeit nach Ende der meisten Corona-Maßnahmen wieder deutlich zugenommen hat. Und: Wegen der hohen Nachfrage kann der Konzern die inflationären Kosten mit Gewinn an die Kunden weitergeben.

Aber auch für 2023 sendeten die Bayern optimistische Signale. So stelle sich das Marktumfeld für Reisen wesentlich freundlicher dar, als noch vor einigen Monaten angesichts der eingetrübten geopolitischen Stimmung erwartet worden sei, betonte Sixt-Finanzchef Kai Andrejewski.

Erste Erkenntnisse zu Q1 2023

Entsprechend erwartet Sixt für das laufende Jahr keinen Einbruch der Geschäfte. Bereits für das erste Quartal 2023 zeichne sich eine Umsatzsteigerung von 10 bis 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab, hieß aus Pullach am Isartal (Oberbayern, Landkreis München).

Beim Konzernergebnis vor Steuern hingegen dürfte es im ersten Jahresviertel 2023 auf 20 bis 40 Millionen Euro abwärts gehen (Vorjahr: 93,5 Mio. €). Sixt begründet das mit den außerordentlich positiven Kosteneffekten im Vorjahreszeitraum (Q1 2022). Damals waren der Personalbestand und die Flottengröße des Autovermieters coronabedingt noch relativ niedrig. Zudem forciert Sixt für das nun laufende Quartal hohe Marketingaufwendungen, vor allem in den USA, wo weiteres Wachstum generiert werden soll.

Für das Gesamtjahr 2023 wiederum sieht Sixt neben einem „erheblichen“ Umsatzanstieg ein Vorsteuerergebnis von 430 bis 550 Millionen Euro. Im besten Falle würde das Ergebnis im Vergleich zu 2022 also stagnieren, was angesichts der hohen Ausgaben und der Konjunkturprobleme immer noch beachtlich ist.

So will Sixt seine Aktionäre belohnen

Als Anleger jedenfalls dürfen Sie jetzt die Sektkorken knallen lassen. Denn Sixt kündigte eine Dividendenerhöhung für 2022 auf 4,11 Euro je Stammaktie und 4,13 Euro pro Vorzugsaktie an. Zum Vergleich: Für 2021 hatte der MDax-Konzern 3,70 Euro je Stammaktie und 3,72 Euro je Vorzugspapier ausgeschüttet. Die neue Dividendenrendite liegt somit bei 3,24 Prozent (Kursstand: 01.03.2023, 9:00 Uhr).

Für einen großen Autovermieter ist das übrigens ein sehr solider Wert – der US-Erzkonkurrent Hertz zahlt schon seit Jahren gar keine Dividende aus. Zudem kündigte Sixt neben der Erhöhung der regulären Ausschüttung eine Sonderdividende von 2,00 Euro je Aktie an.

Sixt-Aktie: Mein Fazit für Sie

Die neuen Zahlen sind meiner Meinung nach eine starke fundamentale Basis, um weitere Kursimpulse zu rechtfertigen. Vor allem der Ausblick auf 2023 zeigt, das Sixt auch in Zeiten von Krisen auf Kurs ist. Sowohl die Umsatzprognose und die Zielspanne für das Vorsteuerergebnis als auch die geplante Dividendenerhöhung liegen über den zuvor kolportierten Erwartungen des Marktes.

Trotzdem sollten Sie als Anleger berücksichtigen, dass die Prognose von Sixt eine stabile Entwicklung der Nachfrage  voraussetzt. Sollte sich das Konsumklima entgegen aktueller Erwartungen doch drastisch verschlechtern – etwa durch eine Verschärfung der geopolitischen Konflikte oder zum Beispiel durch höhere Finanzierungskosten für Immobilien – könnte das die Reiselust der Bürger beeinträchtigen.

Aus aktueller Sicht jedoch scheint es so, dass die großen Volkswirtschaften an einer Rezession vorbeischrammen. Das ist prinzipiell eine gute Voraussetzung für Sixt und für weitere Renditen im Jahresverlauf.