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Siemens Energy: Hochriskant oder einmalige Chance?

Inhaltsverzeichnis

Die Aktie von Siemens Energy erlebte am vergangenen Freitag einen brutalen Absturz, der den DAX-Titel um bis zu 38 Prozent einbrechen ließ. Zum Handelsschluss stand ein Minus von mehr als 37 Prozent zu Buche – der größte Kursverlust in der Geschichte der ehemaligen Siemens-Tochter.

Zusatzkosten von 1 Mrd. Euro erwartet

Siemens Energy rechnet mit Mehrkosten von über 1 Mrd. Euro, die die bisherige Gewinnprognose für 2023 zunichte machen. Aufgrund der vielen Unklarheiten und Unsicherheiten wurde vorerst auf eine neue Prognose verzichtet. Mit den Zahlen für das dritte Quartal könnten jedoch genauere Angaben folgen.

Hoher Nachsteuerverlust und Jahresdefizit zu erwarten

Siemens Energy stellt sich auf hohe Verluste ein, auch in der bisherigen Prognose wurde bereits mit einem Verlust nach Steuern gerechnet. Zusammen mit der zusätzlichen Belastung durch die Probleme bei Gamesa in Höhe von 1 Mrd. Euro könnte sich der Jahresfehlbetrag auf fast 2 Mrd. Euro belaufen. Die Umsatzprognose bleibt vorerst unverändert.

Analysten reagieren unterschiedlich

Die Gewinnwarnung hat nicht nur die Anleger, sondern auch viele Analysten fassungslos gemacht. Die Reaktionen fallen jedoch unterschiedlich aus. Während einige Analysten ihre Kaufempfehlungen und Kursziele reduziert haben, sehen andere noch Chancen für eine Erholung.

Goldman Sachs empfiehlt die Aktie von Siemens Energy zum Kauf und hält die Kursreaktion für übertrieben. Die Bewertung der Aktie erscheint attraktiver, auch wenn die finanziellen Probleme von Gamesa einen Rückschlag darstellen. Andere Analysten sind jedoch besorgt über die hohe Gewinnwarnung und die finanziellen Auswirkungen auf die Bilanz.

Sechs Monats-Chart zu Siemens Energy

Die Siemens Energy-Aktie ist nach dem scharfen Rücksetzer charttechnisch stark überverkauft und könnte eine Gegenbewegung erfahren. (Quelle: Aktienscreener)

Trader könnten diese Situation als Chance betrachten. Dennoch bleibt die große Unsicherheit und das hohe Risiko aufgrund der Probleme bei der Windkrafttochter Gamesa bestehen. Ich persönlich würde daher trotz des günstigen Erscheinens der Aktie von einem Einstieg absehen und auf den richtigen Moment abwarten.