PSI: Ergebnis belastet; Auftragseingang stark

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Die Aktie des mittelständischen Software-Spezialisten PSI ist sehr gut ins Jahr 2023 gestartet und hat in der Spitze sogar um 50% zulegen können. Seit dem Sommer ging es jedoch bergab. Ein Teil des Kursrückgangs ist meines Erachtens gerechtfertigt, da das Unternehmen seine Prognosen für das laufende Jahr zusammenstreichen musste.

Verantwortlich dafür waren eine hohe Abfindung für den ehe­ma­ligen Vorstands-Chef und Altlasten aus dem Projektgeschäft. Bevor wir auf die jüngsten Zahlen und die Prognosen für das Gesamtjahr blicken, werfen wir einen Blick auf das Geschäftsmodell von PSI.

PSI im Kurzportrait

PSI entwickelt eigene Softwareprodukte zur Optimierung des Energie- und Materialflusses bei Versorgern (Energienetze, Energiehandel, Öffentlicher Personenverkehr) und Industrie (Metaller­zeugung, Automotive, Maschinenbau, Logistik).

Damit profitiert PSI auch vom Megatrend Wasserstoff. Als unabhängiger Softwarehersteller mit über 2.200 Beschäftigten ist PSI seit 1969 Technologieführer für Prozesssteuerungs­systeme, die durch die Kombination von KI-Methoden mit industriell bewährten Optimierungsverfahren für eine nachhaltige Energie­versorgung, Mobilität und Produktion sorgen. Die innovativen Branchenprodukte werden sowohl direkt als auch über den cloudbasierten PSI App Store vertrieben.

Ein Blick auf die jüngsten Zahlen

PSI hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres den Umsatz um 2,7% auf 184,5 Mio. Euro gesteigert. Das operative Ergebnis (EBIT) war mit +2,65 Mio. Euro im 3. Quartal wieder im grünen Bereich, für die ersten neun Monate des Jahres 2023 war es nach den Einmalaufwendungen des 2. Quartals aber noch negativ.

Der Auftragseingang verbesserte sich gegen­über dem Vorjahreszeitraum um starke 16,1% auf 238 Mio. Euro. Der Auftragsbestand per 30.09.2023 übertraf mit 199 Mio. Euro den Vorjahreswert von 182 Mio. Euro um 9,3%.

Prognosen für 2023 bestätigt

Für das Gesamtjahr 2023 geht der PSI-Vorstand trotz des im 3. Quartal noch immer belasteten Ergebnisses weiterhin davon aus, mit einem saisonal sehr starken 4. Quartal die Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen.

Es wird also weiterhin von einer Steigerung des Umsatzes und Auftragseingangs von 10% gegenüber dem Vorjahr ausgegangen und es wird ein operatives Ergebnis (EBIT) zwischen 5 und 7 Mio. Euro erwartet.

Die strategischen Entwicklungen werden wie geplant fortgesetzt, so dass der PSI-Vorstand weiterhin das Langfrist­ziel von 54 Mio. Euro EBIT für 2026 anstrebt. Werden die Ziele erreicht, sollte der Kurs der PSI-Aktie deutlich Luft nach oben haben.