Porsche SE: Versteckte Perlen im Portfolio
Die Aktie der Beteiligungsgesellschaft Porsche SE entwickelte sich in den vergangenen Jahren alles andere als gut. Die Aktie leidet unter der Krise in der deutschen Automobilbranche, und einige Anleger scheinen die Beteiligungsgesellschaft Porsche SE mit dem zuletzt kriselnden Sportwagenbauer Porsche AG zu verwechseln.
Aber: Besserung ist in Sicht. Die Investoren fangen langsam an, zu realisieren, dass das Jahr 2025 der operative Tiefpunkt gewesen sein könnte. So wird für VW, das ist die größte Kernbeteiligung der Porsche SE, im laufenden Jahr mit einer Gewinnverdopplung gerechnet.
Bei den jüngst vorgelegten 2025er Zahlen haben Restrukturierungskosten noch die Erfolge des VW-Konzerns überdeckt, aber es zeichnen sich schon jetzt positive Trends ab. Fallen zukünftig die Umbaukosten geringer aus, locken wieder deutlich höhere Gewinne.
Das Beteiligungsportfolio der Porsche SE
Die Porsche SE darf – wie schon erwähnt – nicht mit dem Sportwagenbauer Porsche verwechselt werden. Die Beteiligungsgesellschaft hält aktuell zwei Kernbeteiligungen, will mittelfristig aber auf drei Kernbeteiligungen aufstocken. Aktuell besitzt die Porsche SE 31,9% der VW-Anteile und ist mit 12,5% am Sportwagenbauer Porsche beteiligt.
Der Niedergang dieser Aktienkurse hat in den vergangenen Jahren auch den Kurs der Porsche-SE-Aktie nach unten gedrückt. Umgekehrt gilt aber auch: Feiern VW und der Sportwagenbauer Porsche an der Börse ihr Comeback, würde das auch die Porsche-SE-Aktie mit nach oben treiben.
Selbst auf dem niedrigen Kursniveau der beiden Kernbeteiligungen bewertet der Markt die Aktie der Porsche SE mit einem deutlichen Abschlag auf den NAV (Vermögen abzüglich der Schulden). Hinzu kommt noch ein weiterer Bewertungs-Joker, der nach meinen Analysen zurzeit noch an der Börse vollständig übersehen wird:
Die Beteiligungsgesellschaft Porsche SE hat sich in den vergangenen gut zehn Jahren an vielen aufstrebenden Start-ups beteiligt. Schwerpunkte sind hier Unternehmen aus den Bereichen Mobilitäts-Wende und neue Technologien.
Speziell im Bereich der neuen Technologien dürfte Porsche einige Glücksgriffe getätigt haben. So besitzt Porsche SE zum Beispiel Anteile von Quantum Systems. Dieses Unternehmen gehört zu den größten Drohnen-Hoffnungen in Europa.
Porsche SE profitiert auch vom Weltraum-Boom
Ein noch bekannterer Name im Portfolio ist Isar Aerospace. Das Unternehmen entwickelt und produziert Trägerraketen für den Transport von kleinen und mittelgroßen Satelliten in die Erdumlaufbahn und bietet dadurch die Grundlage für neuartige Geschäftsmodelle im Bereich der kommerziellen Raumfahrt.
Isar Aerospace hat es sich zum Ziel gesetzt, die stetig wachsende Nachfrage nach kostengünstigen und flexiblen Raketenstarts zu bedienen. Kostenvorteile gegenüber derzeit verfügbaren Trägerraketen erreicht Isar Aerospace eigenen Angaben zufolge insbesondere durch eine große Wertschöpfungstiefe, innovative Technologien und einen hohen Automatisierungsgrad in der Herstellung der Raketen.
Wenn Sie Aktien der Porsche SE kaufen, profitieren Sie also auch vom Raumfahrt-Boom rund um den in diesem Jahr anstehenden SpaceX-Börsengang. Sie sehen: Es gibt trotz aller Risiken viele gute Gründe für die Porsche-Aktie.