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Nutzen Sie individualisierte Inflations-Rechner!

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In der Eurozone hat die Inflation aktuell mit 9,9% einen neuen Rekordwert erreicht. Die Inflationsrate im September ist die höchste seit Einführung des Euro als Buchgeld im Jahr 1999. Im Vormonat waren die Verbraucherpreise um 9,1% gestiegen. Für die Messung dieser Zahlen ist das Statistikamt Eurostat aus Luxemburg zuständig. Getrieben wurde die Teuerung erneut durch den starken Anstieg der Energiepreise, die sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 40,7% erhöhten.

Zudem beschleunigte sich der Preisauftrieb bei unverarbeiteten Lebensmitteln, die um 12,7% zum Vorjahr zulegten. Stärker stiegen auch die Preise von Industriegütern und Dienstleistungen. In Deutschland ist die Inflation mittlerweile sogar auf 10% explodiert, wie die nachfolgende Statista-Grafik verdeutlicht. Vor dem Hintergrund dieser Zahlenwerte ist es nicht verwunderlich, dass die Inflationsangst der Bürger derzeit die Zukunftssorgen dominiert.

Nutzen Sie individualisierte Inflations-Rechner!

Das Schlagwort der Inflation ist kein feststehender Begriff und für viele Menschen abstrakt. Weil sehr häufig die „gefühlte Inflation“ noch weit größter ist, als die veröffentlichten, statistischen Zahlen. Im allgemeinen Sprachgebrauch beschreibt die Inflation einen über mehrere Perioden anhaltenden Anstieg des Preisniveaus. Wie stark ein einzelner Haushalt von der Inflation betroffen ist, hängt immer davon ab, wie viel Geld er für welche Güter ausgibt.

Wer zum Beispiel kein Auto hat, wird auch kein Geld für Kraftstoffe und Fahrzeugwartung ausgeben, diese gehören aber zum Warenkorb des Verbraucherpreisindex (VPI). Vor diesem Hintergrund bieten Ihnen individuelle Inflationsrechner die Möglichkeit, einzelne Güterbereiche entsprechend Ihres eigenen Verbrauchsverhaltens anzupassen und Ihre persönliche Inflationsrate zu berechnen. In meinem aktuellen Strategiepapier von „Kapitalschutz vertraulich“ stelle ich meinen Lesern die drei wichtigsten Inflationsrechner für Deutschland, Österreich und die Schweiz vor.

Der große Währungsverfall: Die Kaufkraft unseres Geldes erodiert dramatisch!

Die Inflationsrechner sind unter anderem sehr hilfreich bei der Beurteilung von Rentenzahlungen. Garantiert Ihnen Ihre private Zusatzrentenversicherung beispielsweise in 35 Jahren eine – vergleichsweise – hohe jährliche Rente von 40.000 Euro, so liegt deren Kaufkraft bei einer angenommenen Inflationsrate von lediglich 1,8% nur noch bei rund 21.400 Euro. Ihre Rente würde also zu Rentenbeginn nur noch gut halb soviel wert sein, gemessen an heutiger Kaufkraft. Eine Inflation von 5% würde im gleichen Zeitraum nur noch knapp 7.000 Euro realer Kaufkragt übriglassen und bei 10% wäre nur noch rund 1.000 Euro reale Kaufkraft übrig. Dieses gravierende Problem – das selbst bei niedrigen Inflationsraten schon schlagend wird – ist vielen Bürgern nach wie vor nicht bewusst. Die absolute Rentenzahlung mag relativ sicher sein, die Kaufkraft der Rente wird aber immer weiter sinken!

Mein Fazit: Die Angst vor Inflation, die Befürchtung, dass Wohnraum unerschwinglich wird, und die Sorge, dass sich die Wirtschaftslage verschlechtert, rangieren auf den ersten drei Plätzen der aktuellen „Angst-Skala“ der Deutschen. An vierter Stelle folgen Steuererhöhungen. Ebenso wie die Gier ist die Angst ein sehr schlechter Ratgeber.