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Warum Ihnen die Kion-Aktie starke Zukunftschancen bietet!

Inhaltsverzeichnis

Wasserstoff ist auf dem Vormarsch. Das neuste Beispiel ist der deutsche Gabelstaplerhersteller Kion. Vielleicht haben Sie es schon in den Medien gelesen: Der in Frankfurt sitzende Konzern hat sich ambitionierte Ziele rund um Brennstoffzellen auferlegt. Kion will nämlich das Heft offenbar selbst in die Hand nehmen.

Kion will zum Brennstoffzellenhersteller avancieren

Demnach wird der Intralogistik-Konzern auch eigene Brennstoffzellensysteme für seine Flurförderzeuge entwickeln und produzieren. Konkret plant Kion hierfür eine Investition von mehr als 11 Millionen Euro. Noch im Frühjahr des laufenden Jahres will Kion ein entsprechendes 24-Volt-Brennstoffzellensystem zur Marktreife bringen. Die ersten Fahrzeuge mit eigenem Wasserstoffantrieb sollen ebenfalls in diesem Jahr an Kunden ausgeliefert werden.

In den nächsten Jahren will Kion dann sein Brennstoffzellen-Portfolio komplettieren. Damit können die Konzernmarken ihren Kunden perspektivisch alles aus einer Hand anbieten: vom Fahrzeug über die Brennstoffzellen bis hin zum dazugehörigen Service.

Eigene Wasserstofftankstelle und Elektrolyseur

Der Konzern sieht darin freilich hohes Potenzial. So erzeugt der Antrieb außer Wärme, Wasser und Wasserdampf keinerlei lokale Emissionen – was gerade in geschlossenen Lagerhallen von Vorteil ist. Wird der Wasserstoff zudem aus regenerativen Quellen gewonnen, ist das Energiesystem klimaneutral.

Auch deshalb will Kion bei der Wasserstoffbeschaffung ebenfalls eigene Akzente setzen. Parallel zur Entwicklung und Produktion von Brennstoffzellensystemen plant der Gabelstaplerspezialist eine eigene Wasserstoffproduktion am Standort Aschaffenburg.

Konkret will Kion dort einen Elektrolyseur in Betrieb nehmen, der per Öko-Strom Wasserstoff erzeugen kann. Hinzu kommt eine Wasserstofftankstelle. Die Arbeiten für beide Anlagen seien laut Unternehmensangaben bereits so gut wie abgeschlossen. Nicht zuletzt darf Kion hier auf staatliche Förderungen zurückgreifen.

Symbiose aus Brennstoffzelle und Batterie

Nach Fertigstellung der Wasserstoffinfrastruktur sollen in Aschaffenburg 21 Stapler mit Brennstoffzellenhybrid-Systemen eingesetzt werden und einen Großteil der Stapler mit Verbrennungsmotoren ersetzen. Für Sie Zur Einordnung: Die Hybridität kommt deshalb zustande, da Kion in den Fahrzeugen sowohl auf Brennstoffzellen als auch auf eine Batterie setzt.

Konkret erfolgt die Energiegewinnung in den Brennstoffzellen durch die chemische Reaktion von Sauerstoff und Wasserstoff. Der dadurch erzeugte Strom wird dann in eine kompakte Lithium-Ionen-Batterie eingespeist, die die Fahr- und Hubmotoren mit Energie versorgt.

Brennstoffzellen in der Intralogistik sehr vielversprechend

Der Wasserstoffantrieb ist in der Intralogistik bereits seit sehr vielen Jahren ein Thema. Und auch Kion und dessen Tochterfirmen befassen sich schon seit Ende der 90er Jahre mit der Brennstoffzellentechnologie. Nun sollen eigene Systeme das Ganze abrunden. Meiner Meinung nach geht Kion hier den richtigen Weg.

Schauen Sie: Brennstoffzellen-Fahrzeuge sind nicht nur lokal emissionsfrei. Der große Vorteil gegenüber reinen Batterieautos liegt darin, dass der Wasserstoff wesentlich schneller nachgetankt werden kann. Dadurch können die Gabelstapler unterm Strich länger eingesetzt werden, was die Effizienz von Lagerhallen trotz Dekarbonisierung aufrechterhält.

Kion forciert Alleinstellungsmerkmal

Damit das gelingen kann, brauchen natürlich auch die Kunden von Kion einen Zugang zu Wasserstoff und möglichst eine eigene Tankstelle vor Ort. Einer der wichtigsten Kion-Kunden, der Münchner Autobauer BMW, hat bereits Brennstoffzellen-Fahrzeuge der Frankfurter im Einsatz. Und auch der französische Einzel- und Großhändler Carrefour nutzt Wasserstoff-Gabelstapler von Kion, die der Konzern gemeinsam mit dem Brennstoffzellen-Hersteller Plug Power und dem Gasekonzern Air Liquide bereitstellt.

Kion jedenfalls will sich nun mit eigenen Brennstoffzellen ein Alleinstellungsmerkmal schaffen. Nach Konzernangaben wird das Unternehmen der erste Gabelstaplerhersteller auf dem europäischen Markt mit eigener Brennstoffzellen-Fertigung sein.

Das wiederum schafft perspektivisch Kostenvorteile, die auch den Kunden und deren Nachhaltigkeitsbestrebungen zugutekommen dürften. Entsprechend könnte die Nachfrage nach Brennstoffzellen-Flurförderzeugen von Kion in den nächsten Jahren stark zunehmen, was dem Konzern neue Wachstumsimpulse verschaffen würde.

Mein Fazit für Sie

Auch wenn die Kion-Aktie im letzten Jahr wegen der makroökonomischen Schwierigkeiten ordentlich Federn lassen musste: Der Wasserstoff ermöglicht nun eine gute langfristige Perspektive, die gepaart mit dem aktuell immer noch relativ  schwachen Aktienkurs durchaus Renditepotenzial für Sie bietet.