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Jungheinrich-Aktie unter Druck trotz guter Zahlen

Jungheinrich-Aktie unter Druck trotz guter Zahlen
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Der Flurförder- und Lagertechnik-Konzern Jungheinrich hat alles in allem sehr ordentliche Zahlen für das 2. Quartal vorgelegt und sieht sich für die im Frühjahr angehobenen Jahresziele auf Kurs. Dennoch hat das Papier nach dem Zahlenwerk deutlich eingebüßt und notierte zuletzt tiefer – das Kursplus seit Jahresbeginn ist damit fast aufgezehrt.

Dabei hat Jungheinrich beim Umsatz und Ergebnis recht deutlich zugelegt und auch der Auftragseingang ist angesichts der konjunkturellen Lage stabil auf einem hohen Niveau. Problematisch: Beim Ergebnis hatten Analysten noch höhere Erwartungen an die Quartalszahlen gestellt.

Jungheinrich mit Umsatz und Gewinnplus im 2. Quartal

Mit gerundeten 1,37 Milliarden Euro konnte Jungheinrich den Umsatz im 2. Quartal um satte 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitrum steigern. Auch der Auftragseingang landete mit 1,33 Milliarden Euro auf einem starken Niveau – nach dem 1. Quartal hatte die Konzernspitze hier eigentlich etwas auf die Erwartungsbremse getreten.

Auf Halbjahresbasis hat Jungheinrich einen Umsatz und Auftragseingang auf einem ähnlichen Level erreicht. Beim EBIT konnte das Unternehmen 116 Millionen Euro verbuchen – was knapp 38 Prozent mehr als im Vorjahr sind. Unterm Strich blieben fast 75 Millionen Euro und damit knapp 39 Prozent mehr als in Q2 von 2022.

Erst im April hatte Jungheinrich die Prognose für das Gesamtjahr angehoben: Beim Umsatz plant das Unternehmen mit 5,1 Milliarden bis 5,5 Milliarden Euro, der Auftragseingang soll zwischen 5,0 und 5,4 Milliarden Euro landen. Die Prognose für das EBIT liegt zwischen 400 und 450 Millionen Euro für das laufende Jahr 2023.

Jungheinrich-Aktie: Hier wurde offenbar mehr erwartet

Insgesamt lesen sich alle wichtigen Kennzahlen auf den ersten Blick sehr gut. Dennoch hat die Jungheinrich-Aktie in den Tagen nach dem Zwischenbericht recht deutlich verloren. Ein Grund: Analysten hatten mit einem höheren EBIT gerechnet und auch die Marge hat die des starken Auftaktquartals verfehlt.

Trotz der jüngsten Kursverluste ist Jungheinrich im Grunde auf einem guten Weg. Der Auftragseingang ist stabil hoch trotz des schwierigen Umfeldes und auch die US-Übernahme der Storage-Solutions-Gruppe zahlt sich bereits aus. Die Jungheinrich-Aktie sollten Anleger auch aufgrund der starken Marktposition des Konzerns auf dem Zettel haben.