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Jungheinrich-Aktie: starke Rally unter dem Radar

Jungheinrich-Aktie: starke Rally unter dem Radar
peshkov / stock.adobe.com
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Abseits der Nachrichten um große Tech-Werte oder DAX-Autobauer haben einige Aktien die Talsohle durchschritten und können teils deutliche Kurszuwächse verzeichnen – ohne, dass es von vielen bemerkt wird.

Eine dieser Aktien ist das Papier von Jungheinrich. Der Logistiker und Maschinenbauer aus Hamburg hat vor einigen Wochen seine Jahresprognose konkretisiert und gleichzeitig leicht verbessert. Die Folge: Die Jungheinrich-Aktie hat in den letzten vier Wochen fast 30 Prozent zugelegt.

Die Rally scheint jedoch keinesfalls übertrieben, denn neben der sehr ordentlichen Prognose für 2022 hat der Titel großes Aufholpotenzial und punktet mit guten Langfrist-Aussichten.

Jungheinrich mit guter Jahresprognose trotz Gegenwind

Der Gesamtumsatz von Jungheinrich soll in 2022 zwischen 4,6 und 4,8 Milliarden Euro liegen – ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zu 2021 (4,2 Milliarden Euro). Darüber hinaus rechnet der MDAX-Konzern mit einem EBIT zwischen 340 und 380 Millionen Euro (2021 waren es 360 Millionen Euro) sowie einer EBIT-Rendite zwischen 7,2 und 8,0 Prozent (2021: 8,5 Prozent).

Damit liegen die Prognosen zwar zum Teil unter dem Vorjahresniveau. Bemerkenswert ist jedoch, dass sämtliche Erwartungen über denen des ersten Halbjahres 2022 lagen. Jungheinrich konkretisiert damit nicht nur die Jahresziele, der Konzern erhöht die Prognosen an mehreren Stellen.

Jungheinrich ist auch in der Krise stark

Ein Auftragseingang in etwa auf Vorjahresniveau zwischen 4,6 und 4,9 Milliarden Euro, gestiegene Kosten können durch Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben werden, kaum Lieferketten- und Produktionsprobleme – die Liste der positiven Fakten rund um Jungheinrich ist lang.

Der MDAX-Konzern beweist momentan, dass er auch in einem äußerst schwierigen Marktumfeld gute Ergebnisse erzielen kann. In diesem Zusammenhang scheint auch der Abschlag der Jungheinrich-Aktie seit Jahresbeginn (zum Teil Minus 50 Prozent) übertrieben. Denn die Schreckensszenarien entsprechen bei Jungheinrich – bisher zumindest – nicht der Realität.

Jungheinrich-Aktie hat noch Aufholpotenzial

Kurzfristig könnten die Quartalszahlen Ende dieser Woche (11. November) der Jungheinrich-Aktie Impulse geben. Es ist gut möglich, dass der Titel seine Rally fortsetzen und zumindest einen Teil des Jahresminus noch wettmachen kann. Sollte es doch noch zu Schwierigkeiten wie einer Gasmangellage kommen, sieht die Situation entsprechend anders aus.

Langfristig sind die Aussichten für den Maschinenbauer und Logistik-Konzern ebenfalls gut. Im Bereich Flurförderfahrzeuge und Lagertechnik ist Jungheinrich ein globaler Player. Auch in der Lagertechnik geht der Trend hin zu Automatisierung – insgesamt boomt das Geschäft der Intralogistik und modernen Lagerwirtschaft. Anleger sollten die Jungheinrich-Aktie auf dem Zettel haben – sowohl für die Jahresendrally 2022 als auch langfristig.