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Gemeinschaftsprognose malt düsteres Bild für Deutschlands Wirtschaft!

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Das Thema Rezession wird uns wohl noch eine Weile beschäftigen. Denn auch diese Woche kann ich Ihnen leider keine positiven Nachrichten von der Rezessionsfront melden.

Ganz im Gegenteil, denn was sich bisher nur wenige hinter vorgehaltener Hand zu sagen trauten, scheint sich jetzt vehement zu bestätigen:

Die Rezession ist unausweichlich!

Das haben jetzt auch die vier führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute in einer gemeinsamen Konjunkturprognose, der Gemeinschaftsprognose, die halbjährlich erscheint, bestätigt.

So erwarten sie im Jahr 2022 nur noch ein Wachstum von +1,4 Prozent und sehen für das nächste Jahr sogar ein Schrumpfen der Wirtschaft in Höhe von minus 0,4 Prozent.

Gegenüber ihrer Frühjahrsprognose wäre das ein Einbruch für 2022 um minus 1.3 Prozentpunkte und für 2023 sogar um minus 2,7 Prozentpunkte.

Jetzt wird es ernst: Erstmals wieder negative Konjunkturwerte in 2023

Doch damit nicht genug, denn auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sieht laut ihrer am Montag veröffentlichten Prognose die Rezession als unausweichlich an. So geht die Organisation für dieses Jahr nur noch von einem Plus von 1,2 % aus und für 2023 sogar von einem Minus in Höhe von 0,7% aus.

Selbst der Ifo-Geschäftsklimaindex, der viel beachtete Indikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland, gibt keinen Grund zur Hoffnung.

Stimmung der deutschen Wirtschaft hat sich eingetrübt – So schlecht wie im Mai 2020

So hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft deutlich eingetrübt. Mit 84,3 Punkten fiel der ifo-Geschäftsklimaindex im September 2022 auf den niedrigsten Wert seit Mai 2020.

Gleichzeitig kennt die Inflationsrate nur eine Richtung! Sie steigt ins Unermessliche.  So ist die deutsche Erzeugerpreisinflation für den August im Vergleich zum Vorjahresmonat um sage und schreibe +45,8% gestiegen, wie das Statistische Bundesamt vergangene Woche bekannt gab.

Diese Rezession wird anders als die letzte

Trotz all dieser Prognosen können Sie in den Medien immer noch vernehmen, dass kein größerer Konjunktureinbruch bevorstünde.

Die Arbeitslosigkeit sei gering, die Auftragsbücher voll. Man könne viel mehr produzieren, wenn man nur mehr Vorprodukte hätte.

Das aber ist genau das Problem in einer inflationären Rezession!

Es mangelt nicht an der Nachfrage, sondern an den Vorprodukten und Rohstoffen. Ohne sie lassen sich keine Endprodukte erstellen!

Diese Rezession, die erste inflationäre Rezession seit den 1970er-Jahren, ist somit anders als beispielsweise die vorherige Rezession im Jahr 2008, die deflationärer Natur war.

Dieser Umdenkprozess hat bei vielen Anlegern und Unternehmern noch nicht wirklich stattgefunden (an die Politiker möchte ich hier gar nicht erst denken).

Gehen Sie also eher davon aus, dass die Mangelwirtschaft bestehen bleibt und die Preise weiter anziehen.

Die Preise werden weiter anziehen!

Doch diesmal wird die Bekämpfung der Inflation deutlich schwieriger als in den 1970er-Jahren. Schließlich ist der Verschuldungstand mehr als doppelt so hoch wie damals.

Hinzu kommt die verschärfte geo- und handelspolitische Lage. Rechnen Sie daher mit einer schwereren Rezession als damals! Die hohen Inflationsraten und die Mangelwirtschaft werden uns mindestens noch fünf bis zehn Jahre beschäftigen.