Fraport-Aktie: Kursziele unterscheiden sich

Fraport-Aktie: Kursziele unterscheiden sich
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Der Flughafenbetreiber Fraport ist derzeit wieder im Fokus der Anleger. Denn zum einen hat das MDAX-Unternehmen vor kurzem seine Passagierzahlen für den September veröffentlicht. Zum anderen haben nun einige Analysten ihre Kursziele aktualisiert – und diese könnten unterschiedlicher kaum sein.

Während Goldman Sachs und zuletzt auch Warburg Research optimistisch auf die Fraport-Aktie blicken, sind Jefferies und JP Morgan Chase da deutlich vorsichtiger. Fest steht, dass der Flughafenbetreiber sich weiterhin über wachsende Passagierzahlen freut, das Niveau aus 2019 aber immer noch nicht erreicht werden konnte.

Fraport-Aktie: Das sagen die Analysten

Im Zuge der jüngsten Passagierzahlen im September haben JP Morgan Chase und Jefferies neue Analysen zum Unternehmen veröffentlicht. Während JP Morgan Chase das Kursziel von 51 auf 47 Euro gesenkt hat, bestätigte Jefferies das Kursziel von 43 Euro. Angesichts der aktuellen Kurse von rund 45 Euro (Stand: 18. Oktober, ca. 13 Uhr) wird dem Papier hier nicht mehr viel zugetraut.

Ganz anders schaute Goldman Sachs im September auf die Fraport-Aktie: Hier wurde ein Kursziel von 70 Euro – also ein sattes Kurspotenzial von mehr als 50 Prozent – ausgelobt. Erst heute kam von Warburg Research eine bestätigte Kaufempfehlung für die Fraport-Aktie bei leicht gesenktem Kursziel (von 63 auf 59 Euro) über den Ticker. Die Analysten sind sich bei dem Flughafenbetreiber offensichtlich uneinig.

Fraport-Aktie: Wohin steuert das Papier nun?

Und wer mag es ihnen verübeln? Denn einiges spricht für das Papier, es gibt aber auch Risiken. Auf der Habenseite steht eine sehr ordentliche Halbjahresbilanz mit deutlich verbessertem Umsatz und EBITDA. Außerdem konnten die Fluggast-Zahlen vom Frankfurter Flughafen zuletzt erneut deutlich gesteigert werden. Mit 5,8 Millionen Passagieren waren es etwa 18 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Doch zu einem vollständigen Bild gehört auch, dass es im September 2023 noch immer rund 14 Prozent weniger Passagiere waren als im September von 2019 vor der Corona-Pandemie. Zudem belastet das Unternehmen weiterhin eine hohe Verschuldung. Anleger sollten sich bei der Fraport-Aktie in beide Richtungen einstellen – auf kurze Sicht wird vor allem der 7. November relevant, wenn das Unternehmen die Zahlen zum 3. Quartal präsentiert.

Quelle: https://aktienscreener.com/