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Deutz-Aktie: Quartalszahlen könnten Aufwärtstrend einläuten

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Rezessionsängste, Kostensteigerungen und Lieferkettenprobleme: Für den Motorenhersteller Deutz ist die Liste der Herausforderungen in 2022 lang. Kein Wunder also, dass die Deutz-Aktie seit Jahresbeginn kräftig verloren hat und rund 45 Prozent im Minus steht.

Dabei kommt das SDAX-Unternehmen bislang besser durch die Krise als man befürchten konnte. Die Gründe dafür sind vielfältig, vor allem bleibt Deutz nicht auf den hohen Kosten sitzen. In der kommenden Woche präsentiert der Motorenbauer die Zahlen zum dritten Quartal – und könnte positiv überraschen.

Deutz scheint trotz der Probleme auf einem soliden Weg

Bereits die Halbjahreszahlen von Deutz konnten Anleger und Analysten größtenteils überzeugen: Der Umsatz stieg um mehr als 20 Prozent auf 930 Millionen Euro, der Gewinn war mit rund 28 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig stieg auch der Auftragsbestand auf sehr ordentliche 769 Millionen Euro.

Dass die Deutz-Aktie in der Folge nochmal eingebrochen ist – das vorläufige Tief aus Ende September 2022 war der niedrigste Stand seit dem Corona-Frühling 2020 – lag vor allem am Gesamtmarkt und den trüben konjunkturellen Aussichten in Kombination mit hohen Kosten durch die Inflation.

Deutz-Aktie kurzfristig: Motorenhersteller spart und gibt Kosten weiter

Jedoch setzt Deutz auf ein Zusammenspiel zwischen konzerninternen Kostensenkungen und der Weitergabe von Kosten an die Kunden. Damit scheint das Unternehmen bisher auch erfolgreich zu sein, wenn man den stabilen Auftragsbestand im ersten Halbjahr 2022 im Blick hat.

Am 9. November wird der SDAX-Konzern seine Quartalszahlen vorlegen. Sollten die Jahresziele (unter anderem ein Umsatz zwischen 1,70 und 1,85 Milliarden Euro) bestätigt werden, gehen den Pessimisten so langsam die Argumente aus. Gute Quartalszahlen dürften auch die Deutz-Aktie stützen.

Wohin steuert die Deutz-Aktie langfristig?

Dass das Jahre 2022 für den Motorenbauer versöhnlich endet, ist inzwischen wahrscheinlich. Abgesehen von enttäuschenden Quartalszahlen könnte da vor allem der Gesamtmarkt etwa in Form einer weiterhin aggressiven Zinspolitik einen Strich durch die Rechnung machen.

Für den mittelfristigen Trend ist bei den neuen Zahlen auch der Auftragsbestand von Bedeutung. Denn an diesem lässt sich gut ablesen, ob Deutz wirklich so gut durch die Krise kommt. Langfristig sind vor allem Projekte wie die Serienproduktion eines Wasserstoffmotors sowie schwarze Zahlen bei der Bootselektromotor-Tochter Torqeedo wichtig.