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Vonovia: Nach Milliardenverlust wieder in der Gewinnzone

Vonovia: Nach Milliardenverlust wieder in der Gewinnzone
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Inhaltsverzeichnis

Hohe Zinsen können Freude bereiten, aber auch zur Belastung werden. Möglicherweise haben Sie selbst bereits einmal die Erfahrung höherer Zinsbelastungen bei der Eigenheim-Finanzierung gemacht? Dann wissen Sie auch, welche positiven Effekte Zinssenkungen mit sich bringen können.

Gewinn nach Milliardenverlust

Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern konnte nach einem Milliardenverlust im Vorjahr im ersten Quartal wieder einen Gewinn einfahren. Die Talsohle der Wertentwicklung ist greifbar und eine Rückkehr auf den Wachstumskurs in Sicht. Im Moment gibt es wieder aus allen Wirtschaftsräumen, insbesondere aus dem angelsächsischen Raum und Asien, Nachfrage nach Immobilienportfolios.

Abwertungen im vergangenen Jahr

Vonovia hatte im vergangenen Jahr wegen der Immobilienkrise sein Portfolio mehrfach abwerten müssen und damit Milliardenverluste erlitten. In den ersten drei Monaten des heurigen Jahres machte das Unternehmen einen Gewinn in Höhe von 335,5 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte Vonovia noch einen Verlust von knapp 2,1 Milliarden Euro eingefahren. Der Wert des Immobilienportfolios blieb mit knapp 83,7 Milliarden Euro Ende März im Vergleich zum Jahresende 2023 annähernd stabil.

Mieten ziehen an

Besser lief es in der Vermietung aufgrund der weiterhin hohen Nachfrage nach Wohnraum in den Ballungsgebieten. Die Miete stieg per Ende März im Schnitt auf 7,78 Euro pro Quadratmeter – 3,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen nun mit einem Mietwachstum aus eigener Kraft von 3,8 bis 4,1 Prozent. Zuvor war man hier von einem Plus von 3,4 bis 3,6 Prozent ausgegangen. Langfristig rechnet Vonovia mit einem jährlichen Mietwachstum von 4 Prozent. Für das laufende Jahr erwartet der Immobilienkonzern ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 2,55 bis 2,65 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte das Ergebnis 2,58 Milliarden Euro betragen.

Schuldenabbau durch Immobilienverkäufe

Vonovia kommt bei den Immobilienverkäufen voran. Seit Jahresbeginn hat das Unternehmen Immobilien im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro verkauft. Um die Schulden abzubauen, will Vonovia-Chef Rolf Buch im laufenden Jahr Wohnungen im Wert von rund drei Milliarden Euro verkaufen. Aktuell besitzt Vonovia gut 543.000 eigene Wohnungen.

Vonovia-Aktie im Wochenchart – ISIN: DE000A1ML7J1

Quelle: https://www.aktienscreener.com

Charttechnischer Blick

Das Papier des Immobilienkonzerns konnte sich im letzten Jahr nach dem Ausverkauf erholen und notiert wieder über der 40-Wochenlinie. In den letzten Wochen hat sich bei rund 29 Euro ein Widerstand etabliert. Schaffen es die Bullen über diese Hürde, würde ein Kaufsignal ausgelöst.

Fazit

Die Vonovia-Aktie hat sich im letzten Jahr bereits wieder etwas nach oben gearbeitet. Wenn die Notenbanken die ersten Zinssenkungen verkünden, könnte das Papier des Wohnimmobilienkonzerns den Turbo zünden. Für Sie, liebe Leser, heißt das: Bei Zinssenkungen auf die Vonovia-Aktie achten!