DAX schließt im Plus und baut Erholungskurs weiter aus

Inhaltsverzeichnis

Der deutsche Aktienmarkt gleicht zur Wochenmitte einer Achterbahnfahrt. Noch am Dienstag präsentierte sich der deutsche Leitindex in einer äußerst robusten Verfassung und beendete den Handelstag mit einem soliden Plus von 0,38 Prozent bei knapp 24.400 Punkten. Doch die Freude der Anleger war nur von kurzer Dauer: Am heutigen Mittwochvormittag bestimmen zunächst Gewinnmitnahmen und schwache Vorgaben aus Asien das Bild auf dem Frankfurter Parkett.

DAX: Auf Gewinne folgen Gewinnmitnahmen

Während der gestrige Anstieg Hoffnungen auf eine fortgesetzte, starke Erholungsrally schürte, hat sich das Blatt am Mittwochmorgen bereits wieder gewendet. Erste Indikationen signalisierten bereits vor dem offiziellen Börsenstart einen spürbaren Rücksetzer. Gegen Vormittag tendiert der DAX im Bereich von rund 24.290 Punkten und gibt damit gut 0,45 Prozent nach. Internationale Unsicherheiten und die generelle Zurückhaltung der Investoren bremsen den Erholungskurs aktuell wieder spürbar aus.

SAP und Qiagen unter Druck

Ein Paradebeispiel für den schnellen Stimmungswechsel liefert die SAP-Aktie. Gestern noch war der Softwarekonzern mit einem fulminanten Kurssprung von deutlich über 6 Prozent das unangefochtene Zugpferd des DAX. Am heutigen Mittwochvormittag dreht der Wind jedoch: Investoren nehmen die kräftigen Gewinne vom Tisch, wodurch das Papier im frühen Handel um rund 2 Prozent abrutscht und sich damit zeitweise am Ende der DAX-Tabelle wiederfindet.

Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Biotech-Unternehmen Qiagen. Die Aktie, die den Index am Vortag ebenfalls noch tatkräftig unterstützte, gerät heute in den Abwärtssog. Am Vormittag notiert der Titel bei 29,39 Euro und verzeichnet damit ein Minus von 0,74 Prozent.

Rheinmetall: Solides Fundament im Rüstungssektor

Auch der Rüstungskonzern Rheinmetall zählte gestern zu den stärksten Treibern der Markterholung und überschritt am Dienstag auf Schlusskursbasis komfortabel die Marke von 1.200 Euro. Angesichts der anhaltenden globalen geopolitischen Spannungen und weiterhin enormer Produktionsauslastungen bleibt der fundamentale Ausblick intakt. Inmitten des trüben Gesamtmarktes vom Mittwochvormittag kann sich die Aktie der allgemeinen Zurückhaltung jedoch nicht völlig entziehen und zeigt im Vergleich zum Vortag eine spürbar nachlassende Aufwärtsdynamik.

Für Anleger gilt es in den kommenden Handelsstunden nun genau zu beobachten, ob der DAX im Bereich von 24.200 Punkten einen belastbaren Boden findet, oder ob sich die begonnene Korrektur weiter ausweitet.